Onzichtbare deur in de wand waarbij de lattenwand volledig doorloopt en de deur niet als aparte doorgang zichtbaar is
14.01.2026 Von Thomas van Zelst
aktualisiert am: 22.09.2026

Versteckte Tür mit Akustikpaneelen: Anleitung für Türen, die in der Wand verschwinden

± 15 Minuten

Kurz gefasst: Eine versteckte Tür mit Akustikpaneelen ist eine Tür, über die das Lamellenraster der Wand ohne Versatz weiterläuft. Die Fugen des Türblatts liegen in den 13 mm breiten Zwischenräumen der Lamellen, es gibt keinen Drücker und keine sichtbare Zarge, und die Tür öffnet mit einem Druck auf die Fläche. Damit das funktioniert, müssen drei Dinge stimmen: die Ebene von Wand und Türblatt, die Bänder, die rund 15 kg mehr tragen, und der Schwenkbereich auf der Bandseite. Geeignet sind Zimmertüren innerhalb der Wohnung oder Nutzungseinheit; Feuerschutztüren, Türen zu notwendigen Fluren und der Zählerschrank selbst bleiben unangetastet.

Manche Türen dürfen auffallen, andere sollen verschwinden: die Tür zum Abstellraum im Flur, die Nische mit dem Sicherungskasten, der Durchgang zum Hauswirtschaftsraum oder zum Lager im Büro. Mit Akustikpaneelen aus Holzlamellen wird aus so einer Tür ein Stück Wand. Diese Anleitung erklärt, wie Sie eine versteckte Tür mit Akustikpaneelen planen und bauen: vom Lamellenraster über Türblatt, Zarge und Bänder bis zum Öffnen ohne Drücker, in zehn Schritten mit Werkzeugliste. Sie richtet sich an Eigentümer und Mieter, die selbst bauen, und an Innenarchitekten und Schreiner, die das Detail sauber lösen wollen. Und sie sagt, wo die versteckte Tür nicht hingehört.

Inhaltsverzeichnis

    Was eine versteckte Tür ist, und was sie nicht ist

    Eine versteckte Tür, auch unsichtbare Tür oder Tapetentür genannt, ist eine Tür, die optisch in der Wand aufgeht. Die Wandbekleidung läuft über das Türblatt weiter, die Zarge ist nicht zu sehen, der Drücker fehlt, und die Fugen rund um das Blatt sind so schmal oder so gut versteckt, dass das Auge sie nicht als Tür liest. Klassisch wird dafür eine flächenbündige Tür tapeziert oder gestrichen; mit Akustikpaneelen geht es leichter, weil das Lamellenraster die Fugen von selbst schluckt: Eine senkrechte Fuge von drei bis fünf Millimetern verschwindet in einem 13 mm breiten Zwischenraum zwischen zwei Lamellen, und die Schattenlinien der Lamellen lenken das Auge ohnehin in die Senkrechte.

    Was die versteckte Tür nicht ist: eine schalldichte Tür. Akustikpaneele absorbieren Schall im Raum, sie dämmen ihn nicht zwischen Räumen. Wie gut ein Nebenraum abgeschirmt ist, entscheiden Türblatt, Dichtungen und Bodenspalt, nicht die Bekleidung. Und sie ist keine Geheimtür mit Mechanik, sondern eine normale Drehtür ohne alles, was eine Tür sonst verrät.

    Wo die versteckte Tür Sinn hat

    Abstellraum, Hauswirtschaftsraum und Gäste-WC

    Der häufigste Fall: eine Tür im Flur oder im Wohnraum, hinter der nichts liegt, was man zeigen möchte. Läuft die Lamellenwand vom Wohnzimmer bis in den Flur, nimmt sie die Tür zum Abstellraum einfach mit. Nach innen bleibt die Tür eine Tür, mit Drücker oder Griff; nach außen ist sie Wand. Innerhalb einer Wohnung stellt das Baurecht an solche Türen keine Anforderungen; Sie sind frei in Blatt, Band und Bekleidung.

    Sicherungskasten und Zählerschrank

    In der Wohnung sitzt meist der Stromkreisverteiler, im Alltag Sicherungskasten genannt, in einer Nische im Flur; der Zählerschrank steht im Hausanschlussraum oder im Flur des Hauses. Bekleidet wird in beiden Fällen nie der Schrank selbst, sondern die Tür der Nische oder des Raums davor. Der Zugang muss jederzeit frei bleiben: Nach den Technischen Anschlussbedingungen der Netzbetreiber ist vor dem Zählerschrank ein Arbeits- und Bedienbereich von 1,2 m Tiefe und 2 m Höhe freizuhalten, und die Anordnung der Zählerplätze folgt der VDE-AR-N 4100, Abschnitt 7.4. Eine versteckte Tür davor steht dem nicht entgegen, solange sie sich ganz öffnen lässt und niemand den Bereich dahinter als Stauraum nutzt. Wie Sie die Nische selbst gestalten, mit Lüftung, Beschriftung und dem richtigen Blatt, behandeln wir im Beitrag Sicherungskasten verkleiden mit Akustikpaneelen.

    Büro und Praxis

    Im Büro verschwinden Kopierraum, Lager, Serverraum oder der kleine Besprechungsraum hinter einer Lamellenwand, und die Wand verbessert nebenbei die Akustik im Großraum; welche Werte dort gelten, steht im Beitrag Akustikpaneele im Büro. Die Grenze zieht die Musterbauordnung: Innerhalb einer Nutzungseinheit bis 400 m² Bürofläche gibt es keine notwendigen Flure (§ 36 Abs. 1 MBO). Ist der Flur ein notwendiger Flur, weil die Einheit größer ist oder mehrere Nutzungseinheiten daran liegen, müssen Bekleidungen dort nichtbrennbar sein (§ 36 Abs. 6 MBO) und Türen in seinen Wänden dicht schließen (§ 36 Abs. 4 MBO). Ein Holzlamellenpaneel gehört dann weder an die Flurwand noch auf die Tür.

    Tür in einer Schrankwand

    Eine Schrankwand mit Lamellenfronten kann eine Zimmertür aufnehmen: Das Türblatt wird zu einer Front unter mehreren, Raster und Fugenbild laufen über Schranktüren und Durchgang gemeinsam. Das ist die anspruchsvollste Variante, weil die Schranktüren das Raster vorgeben; Schrank und Tür werden zusammen geplant, am besten mit dem Schreiner.

    Durchgang zwischen Wohnräumen

    Wer die Tür zwischen Wohnzimmer und Arbeitszimmer verschwinden lässt, bekommt die ruhige Wand, die man aus Hotels kennt. Der Unterschied zum Abstellraum: Beide Seiten sind sichtbar. Entweder bekommt die Rückseite ebenfalls eine Bekleidung, was Gewicht und Ebene auf beiden Seiten verlangt, oder sie bleibt bewusst eine gestrichene Tür mit Drücker, während die Vorderseite Wand ist.

    Das Raster: warum die Lamellen ohne Versatz durchlaufen müssen

    Der ganze Trick der versteckten Tür ist das Raster. Ein Akustikpaneel von Adeqo ist 60 cm breit und trägt 15 Lamellen von 27 mm Breite mit 13 mm Zwischenraum, also einen Achsabstand von 40 mm. Das Raster ist so gesetzt, dass es über Paneelgrenzen ohne Versatz weiterläuft. Dasselbe muss über die Türgrenzen gelten: Die Lamellen auf dem Türblatt sitzen exakt dort, wo sie säßen, wenn die Wand durchliefe.

    Die senkrechten Fugen der Tür legen Sie in die Zwischenräume. Ein Schnitt mitten in der Fuge lässt auf beiden Seiten den Filz stehen, und die drei bis fünf Millimeter Luft, die das Türblatt zum Schwenken braucht, gehen in den 13 mm der Fuge unter. Ein Schnitt durch eine Lamelle dagegen ist als helle Schnittkante sichtbar, egal wie sauber er ist. Nun ist ein Türblatt selten ein Vielfaches von 40 mm breit: Bei 86 cm nach DIN 18101 endet die zweite Türkante nach 21,5 Rastern, also mitten in einer Lamelle. Drei Wege: Sie wählen ein Türblatt, dessen Breite dem Raster entspricht, etwa 84 oder 88 cm als Sondermaß; Sie legen eine Kante in die Fuge und setzen an der anderen Kante eine schmalere Lamelle ein, die das Auge als Teil des Rhythmus liest; oder Sie verbreitern die Fuge an dieser Kante auf 20 mm und wiederholen diese Schattenfuge bewusst an einer zweiten Stelle der Wand, damit sie Absicht wird.

    Die waagerechten Fugen sind einfacher. Oben endet das Türblatt unter dem Sturz, die Wandpaneele laufen darüber weiter; die Schnittkante quer durch die Lamellen liegt über Augenhöhe und wird als schmale Schattenfuge gelesen. Unten endet die Bekleidung mit dem Türblatt knapp über dem Boden, die Wandpaneele laufen bis zum Boden oder auf die Sockelleiste. Quer verlegte Lamellen drehen das Problem um: Dann verschwinden die waagerechten Fugen, und die senkrechten müssen als Schattenfuge gestaltet werden.

    GrößeWertWas das für die Tür bedeutet
    Paneelbreite60 cmEin Türblatt von 86 cm braucht ein ganzes Paneel und einen Streifen aus einem zweiten
    Paneellänge260 oder 300 cmEin Paneel reicht für Tür und Wandfläche darüber in einem Stück
    Gesamtaufbau21 mm (9 mm Filz, 12 mm Lamelle)Türblatt und Wand tragen gleich viel auf; die Ebene muss vorher stimmen
    Lamellenbreite / Fuge27 mm / 13 mmEin Schnitt in der Fuge bleibt unsichtbar, ein Schnitt in der Lamelle nicht
    Achsabstand40 mm (15 Lamellen je Paneel)Das Raster läuft über Paneelgrenzen ohne Versatz weiter
    Gewichtrund 13,5 kg (260 cm) bzw. 15 kg (300 cm), etwa 8,5 kg je m²Ein Türblatt von 86 × 198,5 cm trägt rund 15 kg mehr
    Türblatt nach DIN 1810161, 73,5, 86 oder 98,5 cm breit; 198,5 oder 211 cm hochKeines der Normmaße ist ein Vielfaches von 40 mm; eine Türkante endet in einer Lamelle, es sei denn, Sie wählen ein Sondermaß

    Tür, Zarge und Bänder: die Technik hinter der Optik

    Das Türblatt

    Ein Türblatt mit Röhrenspaneinlage wiegt je nach Aufbau rund 15 kg je m²; das Paneel legt etwa 8,5 kg je m² darauf. Bei einem Blatt von 86 × 198,5 cm sind das rund 15 kg zusätzlich, also gut die Hälfte mehr als vorher. Zwei Einbohrbänder sind dafür oft ausgelegt, aber nicht immer; prüfen Sie die Traglast in den Herstellerangaben und setzen Sie im Zweifel ein drittes Band, mittig oder im oberen Drittel. Für die Befestigung des Paneels ist die Einlage entscheidend: In eine Röhrenspaneinlage halten Schrauben nur im Rahmenholz am Rand; die Fläche wird geklebt. Ein Vollspanblatt nimmt Schrauben überall auf und ist die bessere Wahl, wenn Sie neu kaufen: schwerer, aber steifer, und es verzieht sich unter der einseitigen Bekleidung weniger.

    Zarge und Ebene

    Die Bekleidung trägt auf Wand und Türblatt gleich viel auf, 21 mm. Fluchten Wand und Türblatt vorher nicht, fluchten sie nachher auch nicht. Bei einer flächenbündigen Tür ohne sichtbare Zarge, wie sie im Neubau und bei Umbauten eingesetzt wird, mit einem Blendrahmen zum Einputzen, stumpf einschlagendem Blatt und verdeckt liegenden Bändern, ist das gelöst: Blatt und Wand liegen in einer Ebene, umlaufend bleibt eine Fuge von wenigen Millimetern. Das ist der sauberste Weg, und wer die Tür ohnehin erneuert, sollte ihn gehen.

    Bei einer bestehenden Tür mit Umfassungszarge steht die Zargenbekleidung einige Millimeter bis knapp zwei Zentimeter vor der Wand, und das Türblatt sitzt im Falz. Dann müssen Sie die Ebene herstellen: Die Wandpaneele kommen auf eine Unterkonstruktion aus Latten, die so stark ist, dass die Paneelfläche vor der Zargenbekleidung liegt, und das Türblatt bekommt eine Aufdopplung aus MDF oder Sperrholz, bis seine Vorderseite mit der Unterkonstruktion der Wand fluchtet. Messen Sie den Versatz an drei Stellen, denn alte Zargen sitzen selten lotrecht.

    Öffnen ohne Drücker

    Der Drücker ist das erste, was eine Tür verrät. Auf der Wandseite entfällt er; nach innen bleibt ein Drücker oder ein Griff. Drei Beschläge machen das möglich. Ein Push-to-open-Schnäpper, auch Druckschnäpper, hält das Türblatt magnetisch oder mechanisch geschlossen und gibt es bei leichtem Druck auf die Fläche einige Zentimeter frei, sodass Sie es an der Kante greifen. Ein Magnetfallenschloss ersetzt das übliche Einsteckschloss: Die Falle fährt erst aus, wenn das Blatt geschlossen ist, die Stirnkante bleibt glatt, und der Drücker sitzt nur innen. Ein Rollenschnäpper ist die einfachste Lösung für Abstellräume: eine federnde Rolle im Blatt, die in eine Platte in der Zarge greift; die Tür lässt sich von beiden Seiten drücken und ziehen. Wer die Tür abschließen will, kombiniert Magnetfallenschloss und einen Schließzylinder auf der Innenseite. Eine Griffmulde in der Bekleidung ist möglich, aber jede Mulde ist ein Hinweis; die versteckte Tür kommt ohne aus.

    Schwenkbereich: der Probeschwenk

    Der Punkt, an dem die meisten Selbstbauten scheitern, ist die Bandseite. Beim Öffnen dreht sich das Türblatt um die Bandachse, und die Bekleidung, die 21 mm vor dem Blatt liegt, beschreibt dabei einen größeren Bogen als die Blattkante. Trifft dieser Bogen auf die Wandpaneele neben der Tür oder auf die Zarge, klemmt die Tür oder die Lamellenkante splittert. Deshalb gehört vor dem Kleben ein Probeschwenk: Klemmen Sie einen Paneelstreifen mit Zwingen auf das eingehängte Blatt und öffnen Sie die Tür langsam. Streift der Streifen, haben Sie drei Möglichkeiten: die Fuge auf der Bandseite verbreitern, die Lamellenkante auf der Bandseite anfasen, oder Bänder einsetzen, deren Drehachse vor der Bekleidung liegt, etwa verdeckt liegende Bänder mit dreidimensionaler Verstellung, die für Bekleidungsstärken ausgelegt sind. Bei einer Tür, die von Ihnen weg in den Nebenraum öffnet, ist die Bandseite die Rückseite; die bekleidete Vorderseite schwenkt dann von der Wand weg, und die kritische Stelle ist die Blattkante am Band, die in die Zarge zurückdreht. Auch das zeigt der Probeschwenk.

    TürsituationGeeignet?Worauf es ankommt
    Zimmertür innerhalb der Wohnung (Abstellraum, Hauswirtschaftsraum, Gäste-WC, Arbeitszimmer)JaTürblatt, Bänder und Ebene wie in der Anleitung; keine baurechtlichen Anforderungen an die Tür
    Nische oder Raum mit Sicherungskasten oder ZählerschrankJa, mit AuflagenNur die Tür davor bekleiden, nie den Schrank; Zugang jederzeit frei, Arbeits- und Bedienbereich 1,2 m tief und 2 m hoch
    Durchgang zwischen zwei WohnräumenJaBeide Seiten sind sichtbar; die Rückseite bekommt eine eigene Bekleidung oder bleibt bewusst als Tür
    Tür in einer SchrankwandJaTürblatt als Teil der Front, Raster über Schranktüren und Durchgang gemeinsam planen
    Büro: Besprechungsraum, Lager, Kopierraum innerhalb der NutzungseinheitJaInnerhalb der Nutzungseinheit gelten keine Flurvorschriften; ab 400 m² Büro ist der Flur ein notwendiger Flur
    Tür zu einem notwendigen Flur oder Treppenraum (Mehrfamilienhaus, Bürogebäude)NeinBekleidungen in notwendigen Fluren müssen nichtbrennbar sein; die Tür muss dicht oder rauchdicht und selbstschließend bleiben
    WohnungseingangstürNein, nicht selbstVom Treppenraum aus mindestens dicht- und selbstschließend; meist ein geprüftes Element für Schall- und Einbruchschutz
    Feuerschutz- oder RauchschutztürNeinGeprüftes Bauprodukt; jede Veränderung des Türblatts, auch eine Bekleidung, ist ohne Freigabe des Herstellers unzulässig
    MietwohnungJa, mit eigenem TürblattOriginal einlagern, eigenes Türblatt einhängen; Wandpaneele schrauben statt kleben

    Anleitung: versteckte Tür mit Akustikpaneelen in zehn Schritten

    1. Wand und Tür vermessen, Raster festlegen. Zeichnen Sie die Wand mit Türöffnung, Sockelleiste, Steckdosen und Schaltern auf. Legen Sie fest, wo das Raster beginnt: an der Türkante, die in eine Fuge fallen soll, und von dort in 40-mm-Schritten nach beiden Seiten. Prüfen Sie, wo die zweite Türkante landet, und entscheiden Sie zwischen Sondermaß, schmalerer Lamelle und bewusster Schattenfuge.
    2. Ebene prüfen und herstellen. Messen Sie den Versatz zwischen Türblatt und Wand an drei Stellen. Flächenbündige Tür: nichts zu tun. Bestandszarge: Unterkonstruktion an der Wand und Aufdopplung auf dem Blatt, bis beide Flächen fluchten.
    3. Türblatt aushängen und vorbereiten. Drücker, Rosetten und Schloss ausbauen, Blatt auf Böcke legen. Bei Röhrenspan die Lage des Rahmenholzes markieren, bei Vollspan entfällt das. Das neue Schloss oder den Schnäpper jetzt einbauen, solange das Blatt frei liegt.
    4. Paneele zuschneiden. Schnittlinien anzeichnen und mit Malerkrepp abkleben, damit das Furnier nicht ausreißt. Längsschnitte laufen mitten durch die Fuge, quer schneiden Sie mit Handkreissäge oder Stichsäge mit feinem Blatt, Furnierseite nach unten. Das Stück fürs Türblatt ist umlaufend drei bis fünf Millimeter kleiner als das Blatt, damit die Fuge zum Wandpaneel gleichmäßig wird.
    5. Probeschwenk. Blatt einhängen, Paneelstreifen mit Zwingen auf die Bandseite klemmen, Tür langsam öffnen und schließen. Streift nichts, weiter; sonst Fuge, Fase oder Bänder anpassen.
    6. Paneel auf das Türblatt kleben. Blatt wieder aushängen, High Tack Montagekleber in senkrechten Raupen im Abstand von 10 bis 15 cm auftragen, Paneel auflegen, ausrichten, mit Brettern und Gewichten beschweren und 24 Stunden liegen lassen. Bei Vollspan zusätzlich einige Schrauben mit flachem Kopf durch den Filz in den Zwischenräumen, bei Röhrenspan nur im Rahmenholz.
    7. Wandpaneele setzen. Beginnen Sie am Raster der Tür, nicht in der Raumecke. Erstes Paneel mit der Wasserwaage lotrecht ausrichten, die weiteren daran anschließen; Untergrund, Steckdosen und Ecken wie im Beitrag Akustikpaneele anbringen. Auf der Unterkonstruktion schrauben Sie, auf der glatten Wand kleben oder schrauben Sie.
    8. Türblatt einhängen und Bänder einstellen. Umlaufende Fuge auf drei bis fünf Millimeter einstellen, Bänder in Höhe, Seite und Andruck justieren, Tür mehrfach öffnen und schließen. Ein Blatt, das nach dem Einhängen leicht absackt, braucht das dritte Band.
    9. Schnäpper und Magnet einstellen. Den Druckpunkt so wählen, dass die Tür bündig schließt und beim Drücken weit genug aufspringt, um sie zu greifen. Bei Magnetfallenschloss die Schließblechlage prüfen.
    10. Kanten und Abschluss. Endet die Lamellenwand neben der Tür, schließt eine Abschlusslamelle die Fläche; eine schmalere Lamelle an der Türkante schneiden Sie aus einer Einzellamelle in derselben Farbe. Den Bereich 24 Stunden nicht belasten, dann die Tür in Betrieb nehmen.

    Werkzeug und Material

    • Akustikpaneele in der gewünschten Farbe, plus ein Paneel Reserve für Zuschnitt und Türblatt
    • Türblatt, bevorzugt Vollspan; bei flächenbündiger Tür der Blendrahmen mit verdeckt liegenden Bändern
    • Push-to-open-Schnäpper, Magnetfallenschloss oder Rollenschnäpper; Drücker oder Griff für die Innenseite
    • High Tack Montagekleber und Kartuschenpistole; Schrauben mit flachem Kopf in Filzfarbe, Dübel passend zum Untergrund
    • Latten für die Unterkonstruktion und MDF oder Sperrholz für die Aufdopplung, falls die Ebene hergestellt werden muss
    • Handkreissäge oder Stichsäge mit feinzahnigem Blatt, Cuttermesser für den Filz, Malerkrepp
    • Wasserwaage, Zollstock, Winkel, Bleistift, Schraubzwingen, Böcke, Bretter und Gewichte zum Beschweren
    • Abschlusslamelle und Einzellamelle in derselben Farbe für Kanten und Sondermaße

    Häufige Fehler

    • Das Raster in der Raumecke beginnen und an der Tür ankommen, wo es gerade hinfällt; die Türfugen liegen dann in den Lamellen.
    • Die Ebene nicht prüfen: Das Türblatt sitzt im Falz, die Wand kommt auf Latten, und am Ende springt die Tür einen Zentimeter zurück.
    • Den Probeschwenk auslassen und die Bekleidung beim ersten Öffnen an der Zarge absplittern.
    • Auf ein Röhrenspanblatt in der Fläche schrauben; die Schrauben halten nur im Rahmenholz.
    • Das Paneel ohne Beschwerung aushärten lassen oder die Tür in den ersten 24 Stunden benutzen.
    • Eine Feuerschutztür, eine Wohnungseingangstür oder eine Tür zum notwendigen Flur bekleiden.
    • Den Zählerschrank selbst bekleiden oder den Bereich davor als Abstellfläche nutzen.

    Was die Paneele auf der Tür akustisch leisten

    Akustikpaneele von Adeqo erreichen im Hallraum nach EN ISO 354 Schallabsorptionsklasse A mit NRC 0,90, im Mittel 80 % Absorption über 100 bis 5.000 Hz und rund 100 % zwischen 400 und 630 Hz, dort, wo Stimmen ihre Energie haben. Ein Türblatt ist mit rund 1,7 m² allerdings eine kleine Fläche; die akustische Arbeit macht die Wand, die Tür macht sie vollständig. Wer den Flur oder das Wohnzimmer ruhiger haben will, plant die Wandfläche nach dem Raum, nicht nach der Tür. Und noch einmal, weil es oft verwechselt wird: Absorption ist keine Dämmung. Der Nebenraum wird durch die Bekleidung nicht leiser, das leistet ein dichtes Türblatt mit Dichtung.

    Zum Brandverhalten: Beim Standardpaneel ist der Akustikfilz nach EN 13501-1 in B-s1,d0 klassifiziert, Lamellen und MDF-Kern sind nicht gesondert geprüft. Für eine Zimmertür innerhalb der Wohnung spielt das keine Rolle; wo eine Bekleidung nachweislich schwer entflammbar sein muss, erklärt der Beitrag Brandklasse B-s1,d0, was der komplette Aufbau der schwer entflammbaren Linie leistet und wo das Baurecht überhaupt keine Holzbekleidung zulässt.

    In der Mietwohnung

    Das Türblatt gehört zur Mietsache. Wer es beklebt oder anbohrt, muss das beim Auszug rückgängig machen, und ein abgezogenes Paneel hinterlässt Kleberreste. Die praktikable Lösung: ein eigenes Türblatt in denselben Maßen einhängen und das Original einlagern; die Bänder und die Zarge bleiben, wie sie sind. Die Wandpaneele schrauben Sie statt zu kleben, sodass nur Dübellöcher zurückbleiben. Eine Unterkonstruktion aus Latten wird ebenfalls geschraubt und lässt sich ohne Spuren entfernen, bis auf die Löcher.

    Farbe und Wirkung

    Je dunkler Furnier und Filz, desto besser verschwindet die Tür: Auf schwarzem Filz werden Fugen zu Schatten unter Schatten. Schwarze Eiche und Räuchereiche sind deshalb die sichersten Farben für eine versteckte Tür; Nussbaum und die dunkleren Eichentöne folgen. Helle Furniere auf grauem Filz funktionieren ebenfalls, verlangen aber mehr Sorgfalt an der Schnittkante, weil eine helle Kante in einer hellen Fläche eher auffällt. Sehen Sie sich Furnier und Filz im eigenen Licht an; das Musterset zeigt alle Farben, und in der Übersicht der Akustikpaneele finden Sie jede Farbe in 260 und 300 cm.

    Für Innenarchitekten, Schreiner und Hotels

    Bei mehreren Türen, einer Schrankwand mit integrierter Tür oder einem Hotelflur lohnt es sich, Raster, Türblätter und Beschläge in einem Zug zu planen. Beschreiben Sie uns das Projekt mit Maßen und Fotos über die Angebotsanfrage; Sie erhalten ein Angebot mit Paneelzahl je Wand, Abschluss- und Einzellamellen und auf Wunsch dem Prüfbericht nach EN ISO 354. Geschäftskunden kaufen zu Nettopreisen mit Mengenstaffel ab sechs Paneelen.

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    Fazit

    Eine versteckte Tür mit Akustikpaneelen ist kein Zaubertrick, sondern Handwerk mit drei Regeln: Das Raster läuft ohne Versatz durch und legt die Türfugen in die Zwischenräume, Wand und Türblatt liegen in einer Ebene, und die Bänder tragen das Mehrgewicht und lassen der Bekleidung Platz zum Schwenken. Wer diese drei Punkte plant, den Probeschwenk macht und dem Kleber seine 24 Stunden lässt, bekommt eine Wand, die eine Tür ist. Für Feuerschutztüren, Türen zu notwendigen Fluren und den Zählerschrank selbst gilt: nicht bekleiden. Alles andere ist eine Frage von 40 mm Achsabstand.

    Quellen

    • Musterbauordnung (MBO), Fassung November 2002, zuletzt geändert durch Beschluss der Bauministerkonferenz vom 22.02.2019: § 35 Abs. 6 (Öffnungen in notwendigen Treppenräumen), § 36 Abs. 1, 4 und 6 (notwendige Flure, Türen, Bekleidungen)
    • VDE FNN Hinweis „Zählerplätze in Bestandsanlagen“, Version 1.0, September 2023: Abschnitt 5.4 Arbeits- und Bedienbereich (1,2 m Tiefe, durchgängige Höhe mindestens 2 m nach TAB Niederspannung), Anordnung der Zählerplätze nach VDE-AR-N 4100:2019-04, Abschnitt 7.4
    • DIN 18101 „Türen für den Wohnungsbau; Türblattgrößen, Bandsitz und Schlosssitz“: Türblatt-Nennmaße
    • Produktdatenblatt Adeqo Akustikpaneele: Lamelle 27 × 12 mm, Fuge 13 mm, Gesamtaufbau 21 mm, Filz 9 mm; Prüfbericht Schallabsorption nach EN ISO 354:2003 (Hallraum, Aufbau mit Luftspalt und Mineralwolle); Klassifizierung des Filzes nach EN 13501-1

    Glossar

    • Tapetentür: Tür, die durch die durchlaufende Wandbekleidung unsichtbar wird; ursprünglich tapeziert, heute meist flächenbündig ohne sichtbare Zarge.
    • Flächenbündig: Türblatt und Wand liegen in einer Ebene; erreicht mit einem Blendrahmen zum Einputzen und stumpf einschlagendem Blatt.
    • Stumpf einschlagend: Türblatt ohne Falz, das in den Rahmen hineinschlägt, statt mit einer Falzkante aufzuliegen.
    • Verdeckt liegendes Band: Türband, das bei geschlossener Tür unsichtbar im Blatt und Rahmen sitzt, meist dreidimensional verstellbar.
    • Push-to-open / Druckschnäpper: Beschlag, der die Tür geschlossen hält und sie bei Druck auf die Fläche einige Zentimeter freigibt.
    • Magnetfallenschloss: Einsteckschloss, dessen Falle erst bei geschlossener Tür magnetisch ausfährt; glatte Stirnkante, Drücker nur einseitig möglich.
    • Rollenschnäpper: federnde Rolle im Türblatt, die in ein Schließblech greift; Tür ohne Schloss, von beiden Seiten zu drücken oder zu ziehen.
    • Achsabstand: Abstand von Lamellenmitte zu Lamellenmitte, bei Adeqo 40 mm (27 mm Lamelle plus 13 mm Fuge).
    • Röhrenspan / Vollspan: Einlagen von Türblättern; Röhrenspan ist leicht mit Hohlräumen und trägt Schrauben nur im Rahmen, Vollspan ist durchgehend und schraubbar.
    • Stromkreisverteiler / Zählerschrank: der Sicherungskasten in der Wohnung bzw. der Schrank mit dem Stromzähler im Hausanschlussraum oder Flur; vor dem Zählerschrank ist ein Arbeits- und Bedienbereich freizuhalten.
    Thomas van Zelst

    Über den Autor

    Thomas van Zelst

    Gründer von Adeqo, Schwerpunkt Wandgestaltung und Innenausbau

    Thomas van Zelst ist Gründer von Adeqo und berät Eigentümer, Innenarchitekten und Schreiner zu Akustikpaneelen aus Holzlamellen mit Akustikfilz: Farbe und Format, Raster und Zuschnitt, Muster und Ablauf bis zur fertigen Wand, auch dort, wo Türen, Nischen und Durchgänge in der Bekleidung verschwinden sollen. Sein Maßstab ist eine Wand, die aussieht wie aus einem Stück und im Alltag funktioniert.

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