Overdekt terras van een beachclub met akoestische wandpanelen in licht walnoot
09.10.2025 Von Thomas van Zelst
aktualisiert am: 22.09.2026

Akustikpaneele in der Gastronomie: Was im Gastraum wirkt und was das Baurecht verlangt

± 13 Minuten

Kurz gefasst: In vollen Gasträumen sprechen alle lauter, weil alle lauter sprechen. Der Lombard-Effekt macht aus einem gut besuchten Restaurant einen Raum, in dem Gäste früher gehen und Servicekräfte mit Stimme und Stress bezahlen. Die DIN 18041 nennt für Speiseräume ein Verhältnis von Absorptionsfläche zu Raumvolumen von mindestens 0,20 m²/m³, der Leitfaden der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe rechnet das je Deckenhöhe um. Akustikpaneele aus Holzlamellen mit Akustikfilz erreichen Schallabsorptionsklasse A mit NRC 0,90 und gehören an die Wände auf Höhe der sitzenden Gäste, in hohen Räumen zusätzlich an die Decke. Mit mehr als 40 Gastplätzen ist ein Lokal ein Sonderbau, mit mehr als 200 Besuchern eine Versammlungsstätte mit Anforderungen an Wandbekleidungen; dafür gibt es die schwer entflammbare Linie als kompletter Aufbau in B-s1,d0. In die Küche gehören die Paneele nicht.

Wer ein Restaurant, ein Café oder eine Bar betreibt, kennt den Moment: Der Raum ist voll, die Stimmung gut, und trotzdem beugen sich die Gäste über den Tisch, um einander zu verstehen. Das ist kein Zeichen für ein lebendiges Lokal, sondern für einen Raum, der Schall nicht schluckt. Dieser Leitfaden erklärt, warum Gasträume laut werden, welche Werte in Deutschland für Speiseräume und Arbeitsstätten gelten, was das Baurecht von Wandbekleidungen in der Gastronomie verlangt und wo Akustikpaneele im Gastraum am meisten bringen. Er richtet sich an Gastronomen, Hoteliers, Innenarchitekten und Bauunternehmen, die einen Gastraum planen, umbauen oder nachrüsten.

Inhaltsverzeichnis

    Warum Gasträume laut werden: der Lombard-Effekt

    Die Hauptschallquelle in einem Gastraum sind die Gäste selbst. Dazu kommen Besteck und Geschirr, rückende Stühle, die Kaffeemaschine, die Lüftung und die Musik. In einem Raum mit Fliesen, Glas, Putz und blanken Tischplatten wird jedes dieser Geräusche mehrfach reflektiert, bevor es abklingt. Der Nachhall hebt den Grundpegel an, und dann beginnt ein Mechanismus, den die Akustik nach dem französischen Arzt Étienne Lombard benannt hat: Wer sich nicht verstanden fühlt, hebt unbewusst die Stimme. Am Nachbartisch passiert dasselbe. Nach einer halben Stunde ist der Raum deutlich lauter, als es die Zahl der Gäste erwarten ließe, und niemand hat es bewusst entschieden.

    Die Folgen tragen drei Gruppen. Die Gäste verstehen ihr Gegenüber nicht, ermüden und verkürzen den Besuch; wer schlechter hört, meidet laute Lokale ganz. Das Personal arbeitet acht Stunden in diesem Pegel, nimmt Bestellungen gegen den Lärm auf und spricht den ganzen Abend über der Raumlautstärke. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe nennt Stimmbelastung und Stress als typische Folgen; die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung setzt ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) die Pflicht, Gehörschutz bereitzustellen, ab 85 dB(A) die Pflicht, ihn zu tragen. Und der Betrieb verliert, was ein Gastraum verkaufen soll: Verweildauer. Der zweite Kaffee, das Dessert, die Flasche statt des Glases werden in Räumen bestellt, in denen man gern sitzen bleibt.

    Der Weg aus der Spirale führt nicht über leisere Gäste, sondern über Flächen, die Schall aufnehmen statt ihn zurückzuwerfen. Sinkt der Nachhall, sinkt der Grundpegel, die Stimmen gehen zurück, und der Lombard-Effekt läuft in die andere Richtung.

    Welche Werte für Gasträume gelten

    Für Speiseräume gibt es in Deutschland keinen Grenzwert im Sinne eines Verbots, aber klare Planungswerte. Die DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen“ ordnet Speiseräume und Kantinen der Nutzungsart B3 zu, Räume zum längerfristigen Verweilen, in denen Sprache nur über kurze Entfernung verständlich sein muss. Die Kenngröße ist das A/V-Verhältnis: die äquivalente Schallabsorptionsfläche geteilt durch das Raumvolumen. Für B3 nennt die Norm mindestens 0,20 m²/m³ bei Räumen bis 2,5 m Höhe; bei höheren Räumen sinkt der geforderte Wert, weil das Volumen schneller wächst als die Fläche. Der Leitfaden „Raumakustik in Gaststätten und Kantinen“ der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe, kurz BGN, hat das für die Praxis in eine Tabelle je Deckenhöhe übersetzt.

    Der Gastraum ist zugleich Arbeitsstätte. Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 „Lärm“ verlangt für Arbeitsräume, in denen Sprachkommunikation erforderlich ist, einen mittleren Schallabsorptionsgrad von mindestens 0,3 im eingerichteten Raum, und für Tätigkeiten mit Kundenbedienung einen Beurteilungspegel von höchstens 70 dB(A). Beides gilt für den Service, nicht nur für das Büro im Hinterhaus.

    RaumRegelwerkZielwert
    Gastraum, Speiseraum, KantineDIN 18041, Nutzungsart B3A/V mindestens 0,20 m²/m³ bei Raumhöhe bis 2,5 m
    Gastraum mit 3 m RaumhöheBGN-Leitfaden nach DIN 18041A/V mindestens 0,19 m²/m³; bei 3,5 m 0,18, bei 4 m 0,17, bei 4,5 bis 5 m 0,16
    Speiseräume in Schulen, Kitas, Kliniken und PflegeeinrichtungenDIN 18041, Nutzungsart B5A/V mindestens 0,30 m²/m³
    Hotelhalle und Empfang mit WartezoneDIN 18041, Nutzungsart B2A/V mindestens 0,15 m²/m³
    Rezeption mit ständigem ArbeitsplatzDIN 18041, Nutzungsart B4A/V mindestens 0,25 m²/m³
    Gastraum als Arbeitsstätte des ServicepersonalsASR A3.7, Abschnitt 5.2.3Mittlerer Schallabsorptionsgrad mindestens 0,3 im eingerichteten Raum (250 bis 2.000 Hz)
    Beschäftigte im ServiceASR A3.7, Abschnitt 5.1 (Kundenbedienung)Beurteilungspegel höchstens 70 dB(A)
    Alle BeschäftigtenLärmVibrationsArbSchV, § 6 und § 8Ab 80 dB(A) Tages-Lärmexposition Gehörschutz bereitstellen, ab 85 dB(A) Tragepflicht

    Der Absorptionsgrad eines Materials ist die zweite Hälfte der Rechnung. Akustikpaneele von Adeqo erreichen im Hallraum nach EN ISO 354 Schallabsorptionsklasse A mit NRC 0,90, im Mittel 80 % Absorption über 100 bis 5.000 Hz und rund 100 % zwischen 400 und 630 Hz, dort, wo Stimmen ihre Energie haben. Gemessen wurde der Aufbau mit Luftspalt und Mineralwolle hinter dem Paneel; direkt auf die Wand geklebt bleibt die Wirkung bei mittleren und hohen Frequenzen erhalten, bei tiefen Tönen holt eine Unterkonstruktion mit Dämmung mehr heraus.

    Beispielrechnung, überschlägig: Ein Gastraum von 100 m² mit 3 m Deckenhöhe hat 300 m³. Mit dem BGN-Wert 0,19 m²/m³ braucht er rund 57 m² äquivalente Absorptionsfläche. Mit einem Absorber, der wie unser Paneel bei NRC 0,90 liegt, sind das rund 63 m² belegte Fläche, also etwa 40 Paneele im Format 260 × 60 cm oder eine Kombination aus Deckenabsorber und Paneelen an zwei Wänden. Polstermöbel, Vorhänge und die Gäste selbst tragen ebenfalls bei; die Norm rechnet ohne Personen, der Raum soll auch halb besetzt funktionieren. Wer einen Nachweis braucht, rechnet mit den frequenzabhängigen Werten aus dem Prüfbericht oder lässt nach DIN EN ISO 3382 messen.

    Was das Baurecht von Wandbekleidungen in der Gastronomie verlangt

    Bei der Frage „Wandverkleidung Gastronomie“ geht es in Deutschland nicht nur um Optik und Akustik, sondern um Brandschutz. Drei Schwellen entscheiden, welche Regeln für Ihren Betrieb gelten:

    • Bis 40 Gastplätze: Es gilt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes auf Grundlage der Musterbauordnung (MBO). Für Bekleidungen in Aufenthaltsräumen verlangt § 26 MBO mindestens normalentflammbare Baustoffe; leichtentflammbare sind verboten. In notwendigen Fluren und Treppenräumen müssen Bekleidungen nichtbrennbar sein, dort ist ein Holzpaneel nicht zulässig.
    • Mehr als 40 Gastplätze in Gebäuden: Das Lokal ist ein Sonderbau (§ 2 Abs. 4 Nr. 8 MBO), ebenso Beherbergungsstätten mit mehr als 12 Betten und Räume, die für mehr als 100 Personen bestimmt sind. Die Bauaufsicht kann nach § 51 MBO im Einzelfall besondere Anforderungen stellen, häufig über ein Brandschutzkonzept, das auch die Bekleidungen erfasst.
    • Mehr als 200 Besucher: Schank- und Speisewirtschaften sind Versammlungsstätten im Sinne der Muster-Versammlungsstättenverordnung (§ 2 Abs. 1 MVStättVO), und Räume für den Verzehr von Speisen und Getränken sind Versammlungsräume. Die Verordnung gilt, sobald ein Raum einzeln mehr als 200 Besucher fasst; bei Sitzplätzen an Tischen zählt sie einen Besucher je Quadratmeter Grundfläche, sofern die Bauvorlagen nichts anderes ausweisen. Ein Gastraum von gut 200 m² fällt also darunter, auch ohne Bühne.

    Für Versammlungsräume regelt § 5 MVStättVO die Bekleidungen: Wandbekleidungen müssen mindestens schwerentflammbar sein, in der Euroklasse nach EN 13501-1 also B oder C; in Räumen bis 1.000 m² Grundfläche genügen auch geschlossene, nicht hinterlüftete Holzbekleidungen. Deckenbekleidungen müssen nichtbrennbar sein, bis 1.000 m² genügt schwerentflammbar. Bekleidungen, die schwerentflammbar sein müssen, dürfen zudem nicht brennend abtropfen; in der Praxis läuft das auf eine Klasse mit d0 hinaus, wie B-s1,d0. In Foyers, durch die Rettungswege führen, sowie in notwendigen Fluren und Treppenräumen sind Bekleidungen nichtbrennbar auszuführen. Und in Versammlungsräumen über 100 m² müssen Unterkonstruktionen, Halterungen und Befestigungen der Bekleidungen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen: Metallprofile statt Holzlatten. Ob eine Lamellenwand mit offenen Fugen als „geschlossene Holzbekleidung“ gilt, entscheidet die Genehmigungsbehörde; mit einem als kompletter Aufbau klassifizierten Paneel stellt sich die Frage nicht.

    Auch unterhalb dieser Schwellen verlangen Versicherer, Vermieter und Brandschutzkonzepte häufig schwer entflammbare Materialien. Der BGN-Leitfaden nennt für offenporige Absorber B-s1,d0 nach EN 13501-1 oder B1 nach DIN 4102 als bestmöglichen Standard. Bei Adeqo ist in der Standardlinie der Akustikfilz in B-s1,d0 klassifiziert; in der schwer entflammbaren Linie gilt die Klassifizierung für den kompletten Aufbau aus Filz, MDF-Kern und Lamellen, mit Klassifizierungsbericht für das Projektdossier. Was die Euroklasse im Einzelnen bedeutet und welche Nachweise Behörde und Versicherung sehen wollen, erklärt der Beitrag Brandklasse B-s1,d0 erklärt.

    Gastraum ja, Küche nein

    Für Räume, in denen Lebensmittel zubereitet, behandelt oder verarbeitet werden, verlangt die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene, dass Wandflächen leicht zu reinigen und erforderlichenfalls zu desinfizieren sind: wasserundurchlässig, abwaschbar und bis zu einer angemessenen Höhe glatt. Essbereiche nimmt die Verordnung ausdrücklich aus. Ein Lamellenpaneel mit offenem Filz erfüllt die Anforderung an Küchenwände nicht und soll es auch nicht: Es gehört in den Gastraum, an die Bar-Rückwand, in Halle und Frühstücksraum, nicht in Küche und Spülbereich.

    Welche Lösung passt zu welchem Betrieb

    Ein Café mit zwölf Plätzen hat ein anderes Problem als ein Festsaal. Die Tabelle ordnet die typischen Betriebsarten nach Schallquelle und Empfehlung; die Werte dahinter stehen im Abschnitt oben.

    BetriebWas den Raum laut machtEmpfehlung
    Restaurant, SpeiseraumViele Gespräche gleichzeitig, harte Tischplatten, GeschirrPaneele an den Wänden auf Höhe der sitzenden Gäste, dazu bei hohen Räumen ein Deckenabsorber; Standardlinie; in Versammlungsstätten die schwer entflammbare Linie
    Café, Bistro, Bäckerei mit SitzplätzenKaffeemaschine, Theke, kurze Verweildauer, MusikPaneele an der Wand gegenüber der Theke und hinter den Sitzplätzen; Maschinen von den Tischen abrücken
    Bar, Kneipe, ClubMusik, Stehplätze, dichte Belegung, BassanteilDunkle Furniere an Rück- und Seitenwänden, Unterkonstruktion mit Mineralwolle für tiefe Frequenzen; bei mehr als 200 Besuchern gelten die Regeln für Versammlungsstätten
    Hotel: Halle, Frühstücksraum, BarHohe Räume, Stein und Glas, DurchgangsverkehrPaneele in Halle, Frühstücksraum und Bar; nicht in notwendigen Fluren und Treppenräumen, dort sind Bekleidungen nichtbrennbar auszuführen
    Kantine, Betriebsrestaurant, MensaGroße Fläche, Stoßzeiten, Ausgabe und GeschirrrückgabeDecke zuerst, dann Wände im Sitzbereich; in Schulen, Kitas und Kliniken gilt der strengere Wert 0,30
    Saal, Veranstaltungsraum, FestsaalWechselnde Nutzung, Beschallung, mehr als 200 BesucherSchwer entflammbare Linie als kompletter Aufbau, Unterkonstruktion aus nichtbrennbaren Baustoffen, Nachweise im Brandschutzkonzept
    Überdachte Terrasse, WintergartenGlas, Fliesen, kein TextilNur unter Dach und geschützt vor Regen; Beispiel Beachclub in Best in unseren Referenzen

    Für Hotels gilt eine Besonderheit: Halle, Frühstücksraum und Bar sind Aufenthaltsräume, in denen Paneele wirken und zulässig sind. Die Flure zu den Zimmern und die Treppenräume sind Rettungswege, dort schreibt das Baurecht nichtbrennbare Bekleidungen vor, ganz gleich, wie gut ein Holzpaneel klassifiziert ist. Wer als Planer beide Bereiche gestaltet, trennt sie sauber.

    Wo die Paneele im Gastraum hingehören

    Die Wirkung eines Absorbers hängt weniger von seiner Fläche ab als davon, ob er dort sitzt, wo der Schall entsteht und reflektiert wird. Für Gasträume haben sich diese Regeln bewährt:

    • Wände auf Ohrhöhe der sitzenden Gäste. Zwischen etwa 0,8 und 2 m Höhe liegen die Reflexionen, die von Tisch zu Tisch wandern. Eine Paneelwand hinter einer Sitzbank oder entlang einer Fensterfront gegenüber nimmt sie auf. Als Faustwert genügen 30 bis 40 % der Wandfläche, um den Nachhall spürbar zu senken.
    • Gegenüberliegende harte Wände vermeiden. Zwei parallele Flächen aus Glas und Putz erzeugen Flatterechos. Eine der beiden Wände mit Paneelen zu belegen reicht, um das zu brechen.
    • Decke bei hohen und großen Räumen. Dort ist die Decke die größte freie Fläche; der BGN-Leitfaden empfiehlt sie in größeren Räumen als erste Wahl für einen großflächigen Absorber. Akustikpaneele lassen sich an der Decke montieren, dann immer mechanisch verschraubt, nie mit Kleber allein.
    • Nischen, Separees und die Bar-Rückwand. Kleine Flächen mit großer Wirkung, weil die Gäste dicht daran sitzen; die Bar-Rückwand ist zugleich die Wand, die der Raum am meisten ansieht. Steckdosen und Regalhalter werden ausgeschnitten, wie im Beitrag Akustikpaneele anbringen beschrieben.
    • Unterkonstruktion mit Mineralwolle, wo Musik läuft. Bässe absorbiert ein Paneel direkt auf der Wand deutlich weniger. Auf einer Lattung mit 50 mm Dämmung dahinter arbeitet es im Aufbau, in dem die Klasse A gemessen wurde; in Versammlungsräumen über 100 m² ist die Lattung aus Metall auszuführen.
    • Quellen abrücken. Kaffeemaschine, Spülkorb und Besteckrückgabe gehören räumlich weg von den Tischen, Unterlagen unter Körben und Tabletts dämpfen das Klappern. Das kostet nichts und ergänzt jeden Absorber.

    Zwei Details, die im Gastraum stärker zählen als im Büro: Paneele hinter Sitzbänken werden angestoßen und abgewischt, hier ist ein dunkler Filz im Vorteil. Und die Kanten sind sichtbar, weil Paneelwände in Lokalen selten von Wand zu Wand laufen; die passende Abschlusslamelle schließt die Fläche sauber ab.

    Gestaltung: Holz, Farbe und Licht

    Akustik ist in der Gastronomie das eine Argument, das andere ist der Blick der Gäste. Vertikale Holzlamellen auf dunklem Filz geben einem Raum Tiefe und Rhythmus, ohne ihn zu füllen. Ein paar Regeln aus Projekten:

    • Restaurant: Warme Furniere wie Eiche und Nussbaum auf schwarzem Filz, gern hinter der Sitzbank und an der Stirnwand, damit der Raum eine Richtung bekommt.
    • Bar und Club: Räuchereiche oder Schwarze Eiche an Rück- und Seitenwänden; Streiflicht von oben oder unten betont die Lamellen, ein LED-Profil in der Fuge zwischen zwei Paneelen ersetzt die Wandleuchte.
    • Café und Frühstücksraum: Helle Töne wie Heller Nussbaum, Weiße Eiche oder Natürliche Eiche auf grauem Filz halten den Raum leicht; der Beachclub in Best in unseren Referenzen zeigt Hellen Nussbaum unter einer überdachten Terrasse.
    • Über Eck und um Säulen: Paneele lassen sich quer und über Eck verlegen; eine Säule mit Lamellen wird vom Hindernis zum Blickfang und nimmt zugleich Schall aus der Raummitte.

    Alle Farben und Formate finden Sie in der Übersicht der Akustikpaneele; für die Auswahl vor Ort gibt es das Musterset mit allen Furnieren.

    So läuft ein Gastronomie-Projekt mit Adeqo

    1. Aufmaß und Fotos. Grundfläche, Raumhöhe, die Wände, die infrage kommen, und die Zahl der Gastplätze; daraus ergeben sich Zielwert, Paneelzahl und die Frage, ob die Versammlungsstättenverordnung greift.
    2. Muster anfragen. Furnier und Filz im eigenen Licht ansehen, neben Tischplatte, Stuhl und Boden.
    3. Angebot mit Stückzahl je Wand. Sie erhalten ein Angebot mit Format, Farbe, Abschlusslamellen und Zubehör, auf Wunsch mit Prüfbericht nach EN ISO 354 und Klassifizierungsbericht nach EN 13501-1 für Brandschutzkonzept und Versicherung. Geschäftskunden kaufen zu Nettopreisen mit Mengenstaffel ab sechs Paneelen.
    4. Montage durch Ihren Handwerker. Ein Paneel wiegt rund 13,5 kg (260 cm) bzw. 15 kg (300 cm); eine Person schafft die Wand allein. Verschraubt ist die Fläche sofort fertig, verklebt braucht der Montagekleber 24 Stunden, bevor die Wand belastet wird. Für Umbauten im laufenden Betrieb heißt das: Wand für Wand am Ruhetag.
    5. Nachweise ablegen. Prüfbericht, Klassifizierungsbericht und Rechnung gehören ins Dossier für Brandschau, Versicherer und Vermieter.

    Beschreiben Sie uns Ihren Gastraum über die Angebotsanfrage oder informieren Sie sich über die Konditionen für Geschäftskunden. Bürobetreiber finden die Auswahl je Raumtyp im Beitrag Akustikpaneele im Büro.

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    Fazit

    Ein lauter Gastraum ist kein Schicksal des Konzepts, sondern eine Frage der Flächen. Wer die Wände auf Höhe der Gäste mit Absorbern belegt und in hohen Räumen die Decke dazunimmt, bricht den Lombard-Effekt, entlastet das Personal und hält die Gäste länger am Tisch. Akustikpaneele aus Holzlamellen leisten das mit Schallabsorptionsklasse A und sehen dabei aus wie Einrichtung, nicht wie Technik. Bei mehr als 40 Gastplätzen lohnt ein Blick ins Brandschutzkonzept, bei mehr als 200 Besuchern gelten die Regeln für Versammlungsstätten; dafür gibt es die schwer entflammbare Linie als kompletter Aufbau. Und die Küche bleibt, was sie ist: glatt, abwaschbar und ohne Lamellen.

    Quellen

    • Muster-Versammlungsstättenverordnung (MVStättVO), Fassung Juni 2005, zuletzt geändert Juli 2014: § 1 Abs. 1 und 2, § 2 Abs. 1 und 3, § 5 Abs. 2 bis 6
    • Musterbauordnung (MBO), Fassung November 2002, zuletzt geändert durch Beschluss der Bauministerkonferenz: § 2 Abs. 4 Nr. 6 bis 8, § 26, § 35, § 36, § 51
    • DIN 18041:2016-03 „Hörsamkeit in Räumen. Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“, Raumgruppe B
    • Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN), Leitfaden „Raumakustik in Gaststätten und Kantinen“, BGN Branchenwissen, Stand Juli 2026
    • ASR A3.7 „Lärm“, Technische Regeln für Arbeitsstätten, Ausgabe Mai 2018, zuletzt geändert März 2021, Abschnitte 5.1 und 5.2.3
    • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV), § 6 und § 8
    • Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene, Anhang II Kapitel II Nr. 1 Buchstabe b
    • Prüfbericht Schallabsorption nach EN ISO 354:2003 für das Adeqo Akustikpaneel (Hallraum, Aufbau mit Luftspalt und Mineralwolle); Klassifizierungsberichte nach EN 13501-1

    Glossar

    • Lombard-Effekt: die unbewusste Anhebung der eigenen Stimme bei steigendem Umgebungspegel; in Gasträumen der Grund, warum volle Räume überproportional laut werden.
    • Nachhall: das Weiterklingen von Schall im Raum nach dem Ende der Quelle, verursacht durch Reflexionen an harten Flächen.
    • A/V-Verhältnis: äquivalente Schallabsorptionsfläche geteilt durch das Raumvolumen, in m²/m³; die Kenngröße der DIN 18041 für Räume der Gruppe B, zu der Speiseräume gehören.
    • NRC: Noise Reduction Coefficient, Mittelwert des Absorptionsgrads bei 250, 500, 1.000 und 2.000 Hz, von 0 (vollständige Reflexion) bis 1 (vollständige Absorption).
    • Schallabsorptionsklasse: Einstufung nach EN ISO 11654 von A (höchste Absorption) bis E.
    • Beurteilungspegel: der über die Arbeitsschicht gemittelte, bewertete Schalldruckpegel am Arbeitsplatz in dB(A), die Kenngröße der ASR A3.7.
    • Tages-Lärmexpositionspegel: der auf acht Stunden bezogene Mittelwert der Lärmbelastung eines Beschäftigten, Grundlage der Auslösewerte von 80 und 85 dB(A).
    • Versammlungsstätte: bauliche Anlage für die gleichzeitige Anwesenheit vieler Menschen, nach MVStättVO ausdrücklich einschließlich Schank- und Speisewirtschaften; die Verordnung greift ab Räumen für mehr als 200 Besucher.
    • Sonderbau: Anlage besonderer Art oder Nutzung nach § 2 Abs. 4 MBO, für die die Bauaufsicht besondere Anforderungen stellen kann; Gaststätten ab 41 Gastplätzen gehören dazu.
    • Schwerentflammbar: baurechtliche Anforderung, die in der Euroklasse B-s1,d0 oder C-s1,d0 erfüllt wird; nichtbrennbar entspricht A1 oder A2-s1,d0, normalentflammbar D oder E.
    Thomas van Zelst

    Über den Autor

    Thomas van Zelst

    Gründer von Adeqo, Schwerpunkt Gastronomie und Hotellerie

    Thomas van Zelst ist Gründer von Adeqo und berät Gastronomen, Hoteliers und Innenarchitekten zu Akustikpaneelen aus Holzlamellen mit Akustikfilz: Auswahl von Farbe und Format, Muster, Aufmaß und Ablauf bis zur Übergabe, in Restaurants, Cafés, Bars und Hotels, wo Nachhall und Grundpegel über das Erlebnis der Gäste und ihre Verweildauer entscheiden. Für Räume mit Anforderungen an den kompletten Aufbau liefert Adeqo die schwer entflammbare Linie mit Klassifizierung in B-s1,d0 für Filz, MDF-Kern und Lamellen.

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