Akoestische wandpanelen in walnoot als accentwand in een moderne kantoorruimte
02.04.2026 Von Thomas van Zelst
aktualisiert am: 22.09.2026

Akustikpaneele im Büro: Welche Lösung passt zu welchem Raum?

± 12 Minuten

Kurz gefasst: Im Büro entscheidet die Nachhallzeit über Konzentration und Sprachverständlichkeit. Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 nennt als Obergrenze 0,8 Sekunden für Ein- und Zweipersonenbüros, 0,6 Sekunden für Mehrpersonen- und Großraumbüros und 0,5 Sekunden für Callcenter. Akustikpaneele aus Holzlamellen mit Akustikfilz erreichen Schallabsorptionsklasse A mit NRC 0,90 und wirken am stärksten in dem Bereich, in dem Stimmen liegen. Für die meisten Büros passt eine Kombination: Paneele an den Wänden, die den Schall zurückwerfen, dazu bei Bedarf Absorber an der Decke. Stellwände und Akustikmöbel ergänzen das, ersetzen aber keine absorbierende Fläche.

Wer „Akustikpaneele Büro“ sucht, bekommt von jedem Anbieter eine andere Antwort: Der Büroeinrichter zeigt Stellwände, der Akustikplaner Deckensegel, der Wandverkleider Holzlamellen. Alle haben einen Punkt, kaum einer vergleicht. Dieser Leitfaden ordnet die Lösungen nach Raumtyp, nennt die Werte, die in Deutschland gelten, und zeigt, wo Lamellenpaneele ihre Stärke haben und wo eine andere Lösung besser ist. Er richtet sich an Geschäftsführer, Office-Manager, Innenarchitekten und Bauunternehmen, die ein Büro planen oder nachrüsten.

Inhaltsverzeichnis

    Warum Büros hallen und was das mit Konzentration macht

    Glas, Beton, Estrich, Gipskarton und Schreibtischplatten haben eines gemeinsam: Sie reflektieren Schall fast vollständig. Jedes Gespräch, jedes Telefonat läuft über Decke und Wände mehrfach durch den Raum, bevor es abklingt. Das nennt man Nachhall. Er macht den Raum lauter, als die Quellen sind, und er verschmiert Sprache: Silben überlagern sich, Zuhörer strengen sich an, Sprecher heben die Stimme, und der Pegel steigt weiter. In offenen Büros kommt hinzu, dass verständliche Gespräche der Kollegen die Aufmerksamkeit stärker binden als gleichmäßiges Rauschen. Wer konzentriert schreibt, rechnet oder plant, verliert dabei messbar Leistung.

    Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 „Lärm“ ordnet Bürotätigkeiten deshalb Kategorien zu. Für Tätigkeitskategorie I, also anspruchsvolle Planungs- und Entscheidungsarbeit, wissenschaftliches Arbeiten und Gespräche mit hoher Anforderung an die Verständlichkeit, darf der Beurteilungspegel 55 dB(A) nicht überschreiten. Für Kategorie II, etwa Sachbearbeitung, Kundenservice und Datenerfassung, gilt 70 dB(A). Die Raumakustik ist eine der Stellschrauben, mit denen die ASR diese Werte erreichen will, neben leiseren Geräten, Abstand und Organisation.

    Welche Werte gelten: ASR A3.7, DIN 18041 und VDI 2569

    Drei Regelwerke bestimmen die Büroakustik in Deutschland, mit unterschiedlicher Rolle:

    • ASR A3.7 „Lärm“ (Technische Regel für Arbeitsstätten, Mai 2018, geändert 2021) konkretisiert die Arbeitsstättenverordnung. Wer sie einhält, kann davon ausgehen, die Verordnung zu erfüllen. Sie nennt für unbesetzte, betriebsfertig möblierte Büros Obergrenzen für die Nachhallzeit im Bereich 250 bis 2.000 Hz: 0,8 Sekunden im Ein- und Zweipersonenbüro, 0,6 Sekunden im Mehrpersonen- und Großraumbüro, 0,5 Sekunden im Callcenter.
    • DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen“ (Ausgabe 2016) ist die Planungsnorm. Büroräume gehören zur Raumgruppe B, Nutzungsart B4 „Räume mit Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort“. Dafür empfiehlt die Norm ein Verhältnis von äquivalenter Schallabsorptionsfläche zu Raumvolumen (A/V) von mindestens 0,25 m²/m³ bei Raumhöhen bis 2,5 m; für höhere Räume gilt ein abgesenkter Wert. Einzelbüros dürfen als B3 mit 0,20 m²/m³ geplant werden, Callcenter und Leitstellen liegen als B5 bei 0,30 m²/m³. Besprechungs-, Konferenz- und Seminarräume behandelt die Norm strenger, in der Raumgruppe A als Nutzungsart A3 mit einer Soll-Nachhallzeit, die vom Volumen abhängt: Für einen Besprechungsraum mit 100 m³ sind das rund 0,5 Sekunden. Videokonferenzräume ordnet die Norm der noch strengeren Nutzungsart A4 zu.
    • VDI 2569 „Schallschutz und akustische Gestaltung in Büros“ (Ausgabe 2019) teilt Büros in drei Raumakustikklassen A, B und C ein. Für große Mehrpersonenbüros zählen neben der Nachhallzeit (Klasse A höchstens 0,6 Sekunden zwischen 250 und 4.000 Hz) zwei Kenngrößen der Schallausbreitung: die räumliche Abklingrate D2,S, also wie viel Dezibel der Sprachpegel je Abstandsverdopplung verliert (Klasse A mindestens 8 dB), und der Sprachpegel in 4 m Abstand (Klasse A unter 47 dB), jeweils auf zwei Dritteln der Messwege. Die internationale ISO 22955 ergänzt das mit sechs Bürotypen nach Tätigkeit.
    RaumRegelwerkWert
    Ein- und ZweipersonenbüroASR A3.7, Abschnitt 5.2Nachhallzeit höchstens 0,8 s (250 bis 2.000 Hz, unbesetzt, möbliert)
    Mehrpersonen- und GroßraumbüroASR A3.7, Abschnitt 5.2Nachhallzeit höchstens 0,6 s
    CallcenterASR A3.7, Abschnitt 5.2Nachhallzeit höchstens 0,5 s
    Büroräume allgemeinDIN 18041, Nutzungsart B4A/V mindestens 0,25 m²/m³ bei Raumhöhe bis 2,5 m
    EinzelbüroDIN 18041, Nutzungsart B3 (zulässig)A/V mindestens 0,20 m²/m³
    Callcenter, LeitstelleDIN 18041, Nutzungsart B5A/V mindestens 0,30 m²/m³
    Besprechungs-, Konferenz-, SeminarraumDIN 18041, Nutzungsart A3Soll-Nachhallzeit nach Volumen, bei 100 m³ rund 0,5 s; Videokonferenzräume strenger (A4)
    Großes Mehrpersonenbüro, Klasse AVDI 2569Nachhallzeit höchstens 0,6 s (250 bis 4.000 Hz); auf zwei Dritteln der Messwege Abklingrate D2,S mindestens 8 dB und Sprachpegel in 4 m unter 47 dB

    Ob ein Raum die Werte erreicht, zeigt eine Messung nach DIN EN ISO 3382 oder eine Berechnung in der Planung. Adeqo liefert dafür die Absorptionswerte der Paneele aus dem Prüfbericht nach EN ISO 354; die raumakustische Planung selbst übernimmt ein Akustikplaner oder Ihr Architekt. Für die meisten Bürovorhaben reicht allerdings die Faustregel weiter unten, weil die Nachhallzeit mit jeder absorbierenden Fläche spürbar fällt.

    Was Akustikpaneele aus Holzlamellen im Büro leisten

    Ein Akustikpaneel von Adeqo besteht aus 9 mm Akustikfilz und Holzlamellen mit MDF-Kern und dreiseitigem Holzfurnier, 60 cm breit, 260 oder 300 cm lang. Der Schall dringt zwischen den Lamellen in den Filz und wird dort in Wärme umgewandelt. Im Hallraum nach EN ISO 354, montiert mit Luftspalt und Mineralwolle hinter dem Paneel, erreicht das Paneel Schallabsorptionsklasse A mit NRC 0,90: im Mittel 80 % Absorption zwischen 100 und 5.000 Hz, bei 400 bis 630 Hz nahezu 100 %. Das ist genau der Bereich, in dem Stimmen ihre Energie haben, und der Grund, warum eine Paneelwand Gespräche im Büro so deutlich beruhigt.

    Zwei Dinge gehören zur ehrlichen Einordnung. Erstens: Die Laborwerte gelten für den geprüften Aufbau mit Hohlraum hinter dem Paneel. Direkt auf die Wand geklebt wirkt das Paneel bei mittleren und hohen Frequenzen nahezu genauso, bei tiefen Frequenzen etwas weniger. Wo ein Nachweis nach DIN 18041 zählt, etwa im Videokonferenzraum, montieren Sie auf eine Unterkonstruktion mit Mineralwolle; wie das geht, steht im Beitrag Akustikpaneele anbringen. Zweitens: Absorption ist eine Frage der Fläche. Ein einzelnes Paneel hinter dem Empfangstresen ist ein schöner Akzent, senkt den Nachhall eines 80-m²-Büros aber nicht messbar. Als Faustregel belegen Sie 30 bis 40 % der Wandfläche, bei viel Glas und hartem Boden eher mehr.

    Beispielrechnung nach DIN 18041. Ein Zweipersonenbüro mit 5 × 4 m Grundfläche und 2,7 m Höhe hat 54 m³. Nutzungsart B4 verlangt A/V von 0,25, also 13,5 m² äquivalente Absorptionsfläche. Mit einem mittleren Absorptionsgrad von 0,8 entspricht das rund 17 m² Paneelfläche, wenn sonst nichts im Raum absorbiert. Teppich, Polstermöbel, Vorhänge und die Personen selbst bringen einen Teil davon mit; in der Praxis landet ein solches Büro bei einer nahezu voll belegten Längswand, acht Paneele mit 260 × 60 cm sind rund 12,5 m², plus Teppich. Die Rechnung ist überschlägig, die Norm rechnet frequenzabhängig; als Größenordnung für Budget und Angebot taugt sie.

    Deckensegel, Stellwände, Akustikbilder, Telefonboxen: der Vergleich

    Neben Wandpaneelen gibt es vier weitere Gruppen von Schallabsorbern für das Büro. Jede hat ihren Platz, keine ersetzt die andere. Die Tabelle vergleicht sie qualitativ; Messwerte anderer Produkte finden Sie beim jeweiligen Hersteller, denn sie hängen von Dicke, Material und Montage ab.

    • Deckensegel und Baffeln nutzen die größte freie Fläche im Raum. In Mehrpersonen- und Großraumbüros sind sie oft die erste Maßnahme, weil die Decke jeden Arbeitsplatz gleichmäßig erreicht. Sie sind allerdings sichtbar, brauchen Deckenanschlüsse und Raumhöhe, und sie machen aus einer kahlen Wand keine repräsentative.
    • Stellwände und Tischtrenner schirmen den direkten Schall zwischen zwei Arbeitsplätzen ab und absorbieren vor allem mittlere und hohe Frequenzen. Auf den Nachhall des ganzen Raums wirken sie wenig, weil der Schall über Decke und Wände an ihnen vorbeiläuft. Ihr Vorteil ist Flexibilität: keine Montage, verschiebbar, gut für Mietflächen mit wechselnder Belegung.
    • Akustikbilder und Wandabsorber aus Stoff oder PET wirken wie Paneele über die Fläche. Einzelne Bilder sind Dekoration; erst wenn mehrere Quadratmeter zusammenkommen, ändert sich der Raumklang. Sie lassen sich leicht nachrüsten und umhängen.
    • Akustikmöbel und Telefonboxen lösen ein anderes Problem. Ein Sessel mit hoher Lehne schafft eine Nische, eine Telefonbox dämmt das Gespräch nach außen ab, statt den Raum zu bedämpfen. Für Vertraulichkeit und Videocalls sind Boxen wertvoll; den Nachhall des Büros verändern sie kaum.

    LösungWirkung auf den NachhallOptik und PlatzFlexibilitätBrandverhalten
    Akustikpaneele aus Holzlamellen (Wand oder Decke)Schallabsorptionsklasse A, NRC 0,90 (Adeqo, EN ISO 354); breitbandig, am stärksten bei 400 bis 630 HzRepräsentative Wand- oder Deckenfläche, kein Platzbedarf im RaumFest montiert; verschraubt oder auf Unterkonstruktion rückbaubarStandardlinie: Akustikfilz B-s1,d0; schwer entflammbare Linie: kompletter Aufbau B-s1,d0
    Deckensegel und BaffelnHoch, nutzt die größte freie Fläche im Raum; abhängig von Produkt und AbhängehöheSichtbar unter der Decke, braucht RaumhöheFest abgehängt, Deckenanschlüsse nötigNachweis beim Hersteller anfordern
    Stellwände und TischtrennerGering für den Raum; schirmen vor allem mittlere und hohe Frequenzen zwischen zwei Plätzen abGliedern den Raum, nehmen StellflächeHoch, verschiebbar, ohne MontageNachweis beim Hersteller anfordern
    Akustikbilder und Wandabsorber aus Stoff oder PETJe nach Dicke und Fläche; wirken erst ab mehreren QuadratmeternDekorativ, kleinteiligHoch, einfach nachzurüstenNachweis beim Hersteller anfordern
    Akustikmöbel und TelefonboxenKaum Wirkung auf den Raum; Boxen dämmen Gespräche nach außen abMöbel, brauchen StellflächeHoch, verschiebbarNachweis beim Hersteller anfordern

    Der Unterschied liegt in der Fläche und in der Sichtbarkeit. Lamellenpaneele sind die Lösung, bei der die absorbierende Fläche zugleich die repräsentative Fläche ist: die Wand hinter dem Empfang, die Rückwand im Besprechungsraum, die Stirnwand im Großraumbüro. Deckensegel bringen Fläche ohne Wandbild. Stellwände und Möbel bringen Struktur und Vertraulichkeit. Ein gutes Bürokonzept kombiniert zwei davon.

    „Wir sehen oft Büros, in denen zuerst nur Stellwände zwischen den Arbeitsplätzen standen. Der Nachhall ändert sich dadurch kaum, weil der Schall über Decke und Wände weiterläuft. Sobald zwei Wände mit Paneelen der Schallabsorptionsklasse A, NRC 0,90, belegt sind, hört man den Unterschied beim ersten Telefonat.“

    Thomas, Adeqo

    Empfehlung je Raumtyp

    Ein- und Zweipersonenbüro. Ziel nach ASR A3.7: höchstens 0,8 Sekunden. Meist genügt eine Paneelwand, am besten die Wand, auf die Sie beim Telefonieren schauen, oder die Wand hinter dem Schreibtisch, weil sie im Videocall zugleich das Bild bildet. Teppich oder ein großer Läufer nehmen den Rest. Farben wie Natürliche Eiche halten den Raum hell; 260 cm passen unter Standarddecken.

    Mehrpersonenbüro mit vier bis zwölf Plätzen. Ziel: höchstens 0,6 Sekunden. Belegen Sie zwei Wände, möglichst eine Längswand und eine Stirnwand, damit der Schall nicht zwischen zwei parallelen harten Flächen pendelt. Ist die Decke hart, kommen Deckensegel über die Arbeitsplatzgruppen dazu. Stellwände gehören zwischen gegenüberliegende Plätze, nicht als Ersatz für die Wand.

    Großraumbüro. Ziel: höchstens 0,6 Sekunden, dazu die Ausbreitungswerte der VDI 2569. Hier zuerst die Decke, dann die Wände: Stirnwände, Wände entlang der Verkehrswege und die Rückwände von Besprechungsinseln in Lamellen senken den Nachhall und gliedern den Raum optisch. Zonieren Sie: ruhige Zonen für Kategorie-I-Tätigkeiten, Telefonboxen für Videocalls, Teeküche und Drucker weit weg von Konzentrationsplätzen. Ob Klasse A, B oder C erreicht wird, zeigt die Messung auf den festgelegten Messwegen.

    Besprechungs- und Videokonferenzraum. Ziel nach DIN 18041: rund 0,5 Sekunden bei 100 m³, im Videokonferenzraum weniger. Belegen Sie zwei aneinandergrenzende Wände, darunter die Wand hinter der Kamera, und montieren Sie auf Unterkonstruktion mit Mineralwolle, damit auch tiefe Männerstimmen und der Lüfter des Displays gedämpft werden. Mikrofone nehmen jeden Nachhall auf; die Gegenseite merkt den Unterschied sofort. Klassischer Nussbaum oder Schwarze Eiche geben dem Raum Gewicht, helle Eiche hält ihn freundlich.

    Empfang, Wartezone, Flur. Eingangsbereiche mit Wartezone gelten nach DIN 18041 als B2 und verlangen weniger Fläche, der Empfangstresen mit ständigem Arbeitsplatz dagegen als B4; hier zählt zudem die Wirkung auf den ersten Blick. Eine Paneelwand hinter dem Tresen in Weißer Eiche mit 300 cm ist repräsentativ und dämpft die Stimmen am Tresen. Für Flure gilt: Innerhalb einer Büroeinheit bis 400 m² sind sie keine notwendigen Flure, und Paneele sind möglich. In notwendigen Fluren und Treppenräumen müssen Bekleidungen nichtbrennbar sein, dort kommen Holzpaneele nicht infrage.

    Kantine, Pausenraum, Teeküche. Speiseräume sind B3, Ausgabebereiche B4. Paneele an der Wand und Absorber an der Decke halten den Pegel beim Mittagessen erträglich. Direkt an Spüle, Herd oder Spülmaschine gehören die Paneele nicht: Der MDF-Kern verträgt Dauerfeuchte und Fett nicht.

    Ideen für Akustikpaneele im Büro

    • Akzentwand im Großraum: eine ganze Stirnwand in Lamellen, davor Besprechungsinsel oder Lounge. Wirkt als Orientierungspunkt und als Absorber zugleich.
    • Empfangsrückwand mit Logo: Paneele hinter dem Tresen, das Logo als Leuchtbuchstaben davor. Die Lamellen geben dem Logo Tiefe.
    • Halbe Höhe: Paneele bis 120 oder 150 cm, oben mit Abschlusslamelle, darüber Farbe. Spart Fläche, wirkt dort, wo Stimmen sitzender Personen liegen.
    • Raumteiler auf Unterkonstruktion: ein freistehender Rahmen, beidseitig mit Paneelen belegt, als Trennung zwischen Arbeitsplatzgruppe und Verkehrsweg. Rückbaubar, ideal für Mietflächen.
    • Decke über der Besprechungsinsel: Paneele quer an der Decke, mechanisch befestigt, als Deckenfeld über dem Tisch.
    • Wechsellamelle für Rhythmus: Paneele mit wechselnd breiten Lamellen aus der Kollektion Akustikpaneele Holz, wenn die Wand lebendiger wirken soll. Wandregale und Haken klemmen an den Lamellen und machen die Wand praktisch.

    Brandschutz im Büro: was für Wandbekleidungen gilt

    Die Landesbauordnungen auf Grundlage der Musterbauordnung unterscheiden bei Baustoffen nichtbrennbar, schwerentflammbar und normalentflammbar (§ 26 MBO). Für Bekleidungen in gewöhnlichen Büroräumen verlangt die MBO selbst nichts über normalentflammbar hinaus. Streng wird es in Rettungswegen: Bekleidungen in notwendigen Fluren und Treppenräumen müssen nichtbrennbar sein (§ 35 und § 36 MBO). Versammlungsräume in Versammlungsstätten, also etwa ein Konferenzsaal für mehr als 200 Personen, verlangen mindestens schwerentflammbare Wandbekleidungen. Darüber hinaus fordern Bauherren, Vermieter, Versicherer und das Brandschutzkonzept des Gebäudes häufig schwer entflammbare Materialien, also Klasse B-s1,d0 nach EN 13501-1.

    Bei Adeqo ist in der Standardlinie der Akustikfilz nach EN 13501-1 in B-s1,d0 klassifiziert. Für Projekte, die den kompletten Aufbau klassifiziert brauchen, gibt es die schwer entflammbaren Akustikpaneele, bei denen Filz, MDF-Kern und Lamellen gemeinsam geprüft sind; die Klassifizierungsberichte erhalten Sie für Ihre Projektunterlagen. Was die Klasse bedeutet und welche Nachweise zählen, erklärt der Beitrag Brandklasse B-s1,d0 erklärt. Wir beraten zum Produkt und liefern die Nachweise; die Bewertung Ihres Gebäudes bleibt Aufgabe von Brandschutzplaner und Genehmigungsbehörde.

    Vom Grundriss zur fertigen Wand: so läuft ein Büroprojekt

    1. Muster. Bestellen Sie ein Musterset und legen Sie die Farben neben Boden, Möbel und Tageslicht im Büro. Furnier wirkt unter Bürolicht anders als im Showroom.
    2. Aufmaß und Menge. Messen Sie die Wandbreite und teilen Sie durch 60 cm; die Länge wählen Sie nach Deckenhöhe (260 oder 300 cm). Der Rechner auf unserer Angebotsseite ermittelt die Anzahl der Paneele und Abschlusslamellen für jede Wand.
    3. Angebot und Konditionen. Mit einem Konto für Geschäftskunden sehen Sie Nettopreise; die Mengenstaffel greift ab sechs Paneelen automatisch. Für Ihre Projektunterlagen liefern wir den Prüfbericht nach EN ISO 354 und die Klassifizierungsberichte nach EN 13501-1. Lieferung nach Deutschland in 2 bis 6 Werktagen, ab €1.000 Warenwert versandkostenfrei.
    4. Montage. Verschraubt durch den Filz oder geklebt mit Montagekleber, eine Person schafft die Wand allein; auf Wunsch übernimmt Ihr Trockenbauer oder Schreiner. Die Anleitung: Akustikpaneele anbringen. In Mietflächen empfehlen wir Schrauben oder eine Unterkonstruktion, beides ist rückbaubar.
    5. Referenzen. Wie Paneele in Büros, Praxen und Studios wirken, zeigen unsere Referenzen, filterbar nach Branche und Farbe.

    Fazit

    Akustikpaneele aus Holzlamellen sind im Büro die Lösung, bei der Absorption und Gestaltung zusammenfallen: Sie senken den Nachhall in dem Frequenzbereich, in dem Stimmen liegen, und machen aus der lautesten Wand die schönste. Für Ein- und Zweipersonenbüros reicht meist eine Wand, für Mehrpersonenbüros zwei, im Großraumbüro kommt die Decke dazu, und Stellwände oder Telefonboxen ergänzen dort, wo Vertraulichkeit gefragt ist. Wer einen Nachweis nach ASR A3.7 oder DIN 18041 braucht, rechnet mit den Absorptionswerten aus dem Prüfbericht. Für ein Angebot mit Stückzahl je Raum, Farbe und Unterlagen für das Projektdossier nutzen Sie die Angebotsanfrage oder die Seite für Geschäftskunden.

    Was ist der Unterschied zwischen einem Akustikpaneel und einer Stellwand?

    Ein Akustikpaneel wird fest an Wand oder Decke montiert und absorbiert Schall auf seiner ganzen Fläche; Akustikpaneele von Adeqo erreichen Schallabsorptionsklasse A mit NRC 0,90. Eine Stellwand steht frei im Raum, schirmt vor allem den direkten Schall zwischen zwei Arbeitsplätzen ab und lässt sich verschieben. Für weniger Nachhall im Raum zählt die absorbierende Fläche, deshalb ersetzen Stellwände keine Paneele; als Ergänzung zwischen gegenüberliegenden Arbeitsplätzen sind sie sinnvoll.

    Welche Nachhallzeit gilt im Büro?

    Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 nennt für unbesetzte, möblierte Büros Obergrenzen: 0,8 Sekunden im Ein- und Zweipersonenbüro, 0,6 Sekunden im Mehrpersonen- und Großraumbüro, 0,5 Sekunden im Callcenter, jeweils im Bereich 250 bis 2.000 Hz. Für die Planung empfiehlt DIN 18041 für Büroräume ein Verhältnis von Absorptionsfläche zu Raumvolumen von mindestens 0,25 m²/m³. Ob Ihr Raum die Werte erreicht, zeigt eine Messung nach DIN EN ISO 3382 oder eine Berechnung mit den Absorptionswerten der eingesetzten Produkte.

    Kann ich Akustikpaneele mit Deckensegeln kombinieren?

    Ja. In Mehrpersonen- und Großraumbüros ist die Decke meist die größte freie Fläche; ein Deckenabsorber senkt den Nachhall im ganzen Raum, Paneele an den Wänden fangen die Reflexionen auf Ohrhöhe ab, dort, wo Stimmen entstehen. Zusammen wird die Nachhallzeit kürzer als mit einer Maßnahme allein, und die Wände bleiben repräsentativ. Akustikpaneele von Adeqo lassen sich auch an der Decke montieren, dann immer mechanisch verschraubt.

    Sind mobile Akustikwände für einen Besprechungsraum sinnvoll?

    In einem geschlossenen Besprechungsraum meist nicht: Der Raum ist klein, die Wände sind nah, und eine Stellwand nimmt Platz, ohne den Nachhall spürbar zu senken. Paneele an zwei aneinandergrenzenden Wänden bringen mehr, gerade bei Videokonferenzen, bei denen Mikrofone jeden Nachhall aufnehmen. Mobile Wände sind dort sinnvoll, wo Arbeitsplätze in einem offenen Raum wechseln.

    Muss Wandbekleidung im Büro eine Brandklasse haben?

    Die Landesbauordnungen auf Grundlage der Musterbauordnung verlangen für Bekleidungen in gewöhnlichen Büroräumen mindestens normalentflammbar; in notwendigen Fluren und Treppenräumen müssen Bekleidungen nichtbrennbar sein, dort kommen Holzpaneele nicht infrage. Bauherr, Vermieter, Versicherer oder das Brandschutzkonzept fordern häufig schwer entflammbare Materialien, also B-s1,d0. Bei Adeqo ist in der Standardlinie der Akustikfilz so klassifiziert, in der schwer entflammbaren Linie der komplette Aufbau. Was die Klasse bedeutet, erklärt der Beitrag Brandklasse B-s1,d0 erklärt.

    Quellen

    • ASR A3.7 „Lärm“, Technische Regeln für Arbeitsstätten, Ausgabe Mai 2018, zuletzt geändert März 2021, Abschnitte 5.1 und 5.2 (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
    • DIN 18041:2016-03 „Hörsamkeit in Räumen. Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“, Tabellen 1 bis 3
    • VDI 2569:2019-10 „Schallschutz und akustische Gestaltung in Büros“, Raumakustikklassen A, B und C
    • ISO 22955:2021 „Acoustics. Acoustic quality of open office spaces“
    • Musterbauordnung (MBO), § 26, § 35 Abs. 5, § 36 Abs. 1 und 6; Muster-Versammlungsstättenverordnung § 5
    • Prüfbericht Schallabsorption nach EN ISO 354:2003 für das Adeqo Akustikpaneel (Hallraum, Aufbau mit Luftspalt und Mineralwolle); Klassifizierungsberichte nach EN 13501-1

    Glossar

    • Nachhallzeit (T): Zeit, in der der Schallpegel nach dem Ende einer Quelle um 60 dB abfällt. Je kürzer, desto trockener und verständlicher der Raum. Angegeben je Oktavband.
    • Äquivalente Schallabsorptionsfläche (A): die Fläche einer gedachten, vollständig absorbierenden Öffnung, die dieselbe Wirkung hätte wie alle Absorber im Raum. Absorptionsgrad mal Fläche, summiert über den Raum.
    • A/V-Verhältnis: äquivalente Absorptionsfläche geteilt durch das Raumvolumen; die Kenngröße der DIN 18041 für Räume der Gruppe B, angegeben in m²/m³.
    • NRC: Noise Reduction Coefficient, Mittelwert des Absorptionsgrads bei 250, 500, 1.000 und 2.000 Hz, von 0 (vollständige Reflexion) bis 1 (vollständige Absorption).
    • Schallabsorptionsklasse: Einstufung nach EN ISO 11654 von A (höchste Absorption) bis E, abgeleitet aus dem frequenzabhängigen Absorptionsgrad.
    • Beurteilungspegel: der über die Arbeitsschicht gemittelte, bewertete Schalldruckpegel am Arbeitsplatz in dB(A), die Kenngröße der ASR A3.7.
    • Räumliche Abklingrate (D2,S): Abnahme des Sprachpegels in Dezibel je Verdopplung des Abstands zum Sprecher; Kenngröße der VDI 2569 für große Mehrpersonenbüros.
    • Unterkonstruktion: Lattung aus Holz oder Metall auf der Wand, auf die die Paneele geschraubt werden; der Hohlraum dahinter, mit Mineralwolle gefüllt, verbessert die Absorption bei tiefen Frequenzen.
    Thomas van Zelst

    Über den Autor

    Thomas van Zelst

    Gründer von Adeqo

    Thomas van Zelst ist Gründer von Adeqo und berät Unternehmen zu Akustikpaneelen aus Holzlamellen: Auswahl von Farbe und Lamellenbild, Muster, Aufmaß und Ablauf bis zur Übergabe, in Büros, Praxen, Gastronomie und Wohnräumen.

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