Kurz gefasst: Eine TV-Wand mit Akustikpaneelen bauen Sie in drei Schichten. An die Wand kommt eine waagerechte Lattung aus Dachlatten, darauf werden die Paneele geschraubt, davor hängt der Fernseher. Die Halterung trägt nie das Paneel, sondern immer die Wand dahinter: Ihre Position wird vor den Paneelen auf der Wand markiert, gebohrt wird erst danach, und hinter jeder Schraube sitzt Holz. Der Hohlraum von 24 mm nimmt die Kabel auf, eine Steckdose sitzt hinter dem Gerät, und ein indirekter LED-Streifen macht die Wand abends zur Bühne. Zeitbedarf: ein Wochenende, davon ein Nachmittag für die Paneele.
Ideen, Farben und die passenden Paneele für die Wand hinter dem Fernseher finden Sie in der Kollektion Akustikpaneele TV-Wand. Dieser Beitrag ist die Bauanleitung dazu, für alle, die die TV-Wand selber bauen wollen. Die Paneele anzubringen ist der leichte Teil; die Fragen, die uns erreichen, betreffen den Schritt danach: Wie hängt der Fernseher sicher an einer Lamellenwand, ohne die Paneele zu beschädigen, wie verschwinden die Kabel, und was gehört wann gemacht, damit am Ende nichts sichtbar bleibt? Das erklären wir hier in der richtigen Reihenfolge, für Heimwerker mit Bohrmaschine, Wasserwaage und einer zweiten Person zum Einhängen.
Inhaltsverzeichnis
Worauf dieser Beitrag beruht
Was hier steht, kommt aus den Fragen unserer Kunden zur TV-Wand und aus eigener Montageerfahrung; die Regeln für Gipskartonwände stammen aus dem Merkblatt der Gütegemeinschaft Trockenbau, die Maße aus unserem Produktdatenblatt.
- Akustikpaneele tragen keinen Fernseher. Die Halterung wird immer in der Wand verankert; das Paneel wird nur durchbohrt oder ausgespart.
- Eine waagerechte Lattung aus Dachlatten (24 × 48 mm) schafft einen Hohlraum von 24 mm für die Kabel, gleicht die Wand aus und tut der Akustik gut.
- Die Position der Halterung wird vor dem Anbringen der Paneele festgelegt und auf der Wand markiert. Gebohrt wird danach.
- Ein Adeqo-Paneel trägt 21 mm auf (12 mm Lamelle auf 9 mm Filz). Mit der Latte sind das 45 mm vor der Wand; die Schrauben der Halterung müssen diese 45 mm plus die Verankerungstiefe des Dübels lang sein.
TV-Rückwand oder Cinewall: was Sie bauen
Eine Cinewall oder Medienwand nimmt die ganze Breite des Wohnzimmers ein, oft mit Stauraum, Beleuchtung und einem versenkten Fernseher. Das ist ein Umbau mit Trockenbau und mehreren Tagen Arbeit. Eine TV-Rückwand ist einfacher: Nur die Wand hinter dem Fernseher bekommt Paneele, der Fernseher hängt an der Wand, darunter steht ein Lowboard. Für die meisten Wohnzimmer ist die Rückwand die bessere Wahl: weniger Material, ein Wochenende statt einer Woche, und die senkrechten Lamellen rahmen den Fernseher besser, als man vorher denkt.
Die Fläche richtet sich nach dem Paneelraster: Ein Paneel ist 60 cm breit und 260 oder 300 cm lang. Fünf Paneele ergeben eine drei Meter breite Wand vom Boden bis zur Decke; bei 2,50 m Raumhöhe schneiden Sie das 260er Paneel unten ab, bei höheren Räumen nehmen Sie 300 cm. Wer nicht bis zum Boden will, baut ein Feld hinter Fernseher und Lowboard und schließt die Kanten mit Abschlusslamellen. Ob die Lamellen senkrecht oder quer laufen, ist Geschmackssache; die Anleitung hier geht von senkrecht aus, quer funktioniert mit senkrechter Lattung genauso.
Legen Sie vorher die Höhe des Fernsehers fest, denn daraus folgt alles Weitere: die Halterung, die Latten dahinter, die Kabellöcher. Faustregel: Die Bildmitte liegt auf Augenhöhe der sitzenden Person, in den meisten Wohnzimmern 100 bis 120 cm über dem Boden. Ein Stück Karton in Fernsehergröße, vom Sofa aus an die Wand gehalten, ist genauer als jede Tabelle.
Für die Farbe gilt: Dunkle Töne treten hinter dem Bild zurück und lassen den Fernseher kleiner wirken. Klassischer Nussbaum 260 cm und Dunkler Nussbaum 260 cm sind die am häufigsten gewählten Varianten für eine TV-Wand; Schwarze Eiche 260 cm ist die Wahl für eine Wand mit LED-Licht. Das Musterset zeigt alle Farben im eigenen Raumlicht.

Die Unterkonstruktion: Lattung, Hohlraum und Steckdose
Akustikpaneele lassen sich kleben oder schrauben; wie beides geht, steht im Beitrag Akustikpaneele anbringen. Für die TV-Wand raten wir zur Lattung: Dachlatten aus Fichte, 24 × 48 mm, waagerecht an die Wand gedübelt, im Abstand von 50 bis 60 cm, also bei einem Paneel von 260 cm fünf Reihen von unten bis oben. Darauf werden die Paneele geschraubt. Der Aufbau hat drei Vorteile, und der erste ist für die TV-Wand entscheidend: Zwischen Paneel und Wand entsteht ein Hohlraum von 24 mm, in dem HDMI-, Antennen-, Netzwerk- und Lautsprecherkabel verschwinden. Der zweite: Die Latten gleichen eine unebene Wand aus; mit Unterlegplättchen hinter den Latten bringen Sie die Fläche in eine Flucht, und die Paneelfugen bleiben geschlossen. Der dritte: Die Lattung ist rückbaubar, was in der Mietwohnung zählt.
Beim Setzen der Latten denken Sie schon an die Halterung und an die Kabel. Hinter jeder Schraube der TV-Halterung muss Holz sitzen, sonst drückt die Schraube das Paneel in den Hohlraum: Legen Sie eine der waagerechten Latten auf die Höhe der Halterungslöcher oder schrauben Sie an der Halterungsposition ein zusätzliches Lattenstück an die Wand. Und weil die Latten waagerecht laufen, sperren sie den Weg der Kabel nach unten: Unterbrechen Sie die Latten im Kabelbereich hinter dem Fernseher um 10 bis 15 cm oder sägen Sie eine Kerbe von 10 mm Tiefe ein. Ein Leerrohr mit 20 oder 25 mm Durchmesser, vom Fernseher bis hinter das Lowboard in den Hohlraum gelegt, macht jedes spätere Kabel zu einer Sache von fünf Minuten.
Strom gehört hinter den Fernseher. Eine Steckdose und die Antennen- oder Netzwerkdose auf Fernseherhöhe setzt eine Elektrofachkraft, am besten bevor die Latten hängen. Fehlt die Dose, darf das Netzkabel des Fernsehers durch den Hohlraum zu einer Steckdose hinter dem Lowboard laufen; der Stecker bleibt erreichbar. Was nicht in den Hohlraum gehört: Steckdosenleisten und Netzteile. Sie werden warm und müssen zugänglich bleiben.
Die TV-Halterung: in die Wand, nie ins Paneel
Ein Akustikpaneel besteht aus MDF-Lamellen auf einer Filzschicht. Es trägt sein eigenes Gewicht, rund 13,5 kg bei 260 cm, aber kein Gerät. Ein Fernseher mit 55 bis 75 Zoll wiegt je nach Modell 15 bis 30 kg, und an einem Schwenkarm hängt dieses Gewicht 50 cm vor der Wand. Die Halterung wird deshalb immer durch das Paneel hindurch in der Wand verankert, in Mauerwerk oder Beton mit Dübeln, in einer Gipskartonwand in den Ständern oder auf einer Traverse. Das Paneel wird zwischen Halterungsplatte und Latte eingeklemmt, trägt aber nichts.
Drei Dinge lesen Sie vorher am Fernseher und an der Halterung ab. Das Lochbild auf der Rückseite des Geräts folgt der VESA-Norm, etwa 200 × 200 oder 400 × 400 mm; große Geräte verlangen Schrauben M6 oder M8. Die Halterung muss dieses Lochbild und das Gewicht abdecken. Und der Halterungstyp bestimmt den Hebel: Eine flache Halterung hält den Fernseher zwei bis drei Zentimeter vor den Paneelen, ein neigbarer Arm zehn bis zwanzig, ein Schwenkarm bis zu sechzig. Je weiter das Gewicht vor der Wand hängt, desto mehr zieht die obere Schraubenreihe aus der Wand, und desto wichtiger wird der Untergrund.
Mauerwerk und Beton. Der einfache Fall. Sie verwenden die Dübel, die der Halterungshersteller vorgibt, meist 8 oder 10 mm, bei Hochlochziegeln und Porenbeton Rahmendübel oder Injektionsanker, die dafür zugelassen sind. Die Schraube muss den Aufbau vor der Wand durchqueren, 21 mm Paneel plus 24 mm Latte, und dann die volle Verankerungstiefe des Dübels erreichen: 45 mm plus Dübellänge, bei einem 50-mm-Dübel also 95 mm. Die mitgelieferten Schrauben sind dafür fast immer zu kurz; kaufen Sie Sechskant-Holzschrauben in 8 oder 10 mm Stärke und 100 mm Länge dazu.
Gipskartonwand. Hier gilt das Merkblatt 06 der Gütegemeinschaft Trockenbau auf Grundlage der DIN 18183-1. Leichte Konsollasten bis 0,4 kN/m Wandlänge bei einem Lastabstand von 0,3 m dürfen an jeder Stelle der Wand mit geeigneten Hohlraumdübeln befestigt werden; mittlere Lasten bis 0,7 kN/m verlangen eine Beplankung von mindestens 18 mm; alles darüber muss über Traversen, Montageplatten oder Tragständer in die Unterkonstruktion. Was das für den Fernseher heißt, zeigt Tabelle 1 des Merkblatts, umgerechnet auf eine 40 cm breite Halterung:
| Halterung | Objekttiefe | Zulässiges Gesamtgewicht bei 40 cm Halterungsbreite |
|---|---|---|
| Flache Halterung, Fernseher rund 10 cm vor der Wand | 0,10 m | 0,31 kN, also rund 30 kg |
| Neigbare Halterung, rund 20 cm | 0,20 m | 0,28 kN, also rund 28 kg |
| Schwenkarm, ausgezogen rund 60 cm | 0,60 m | 0,16 kN, also rund 16 kg |
| Schwenkarm, ausgezogen rund 80 cm | 0,80 m | 0,10 kN, also rund 10 kg |
Rechnen Sie zum Lastabstand die 45 mm Aufbau von Latte und Paneel hinzu; ein Schwenkarm rückt damit schnell aus dem Bereich, den Hohlraumdübel tragen dürfen. Dazu kommt: Ein Schwenkarm wird täglich bewegt, und das Merkblatt verlangt bei wechselnder Belastung Dübel mit Rückverankerung, also Metall-Hohlraumdübel oder Kippdübel. Unsere Empfehlung für Gipskarton ist deshalb eindeutig: Schrauben Sie die Halterung in die Metallständer, die im Raster von 62,5 cm hinter der Platte stehen und mit einem Magnet oder Leitungssucher zu finden sind, oder setzen Sie eine Traverse aus Holzwerkstoff zwischen die Ständer. Auf einer Traverse braucht es keine Spezialdübel mehr, gewöhnliche Holzschrauben genügen. Bei einer Holzständerwand schrauben Sie direkt in die Ständer.
Die Reihenfolge. Halten Sie die Halterung vor dem Anbringen der Paneele an die Wand, richten Sie sie mit Laser oder Wasserwaage aus und markieren Sie die Bohrlöcher auf der Wand. Bohren Sie die Dübellöcher und setzen Sie die Dübel jetzt, solange die Wand frei ist. Dann kommen Latten und Paneele; die Latte, die über den Dübeln liegt, bohren Sie an diesen Stellen gleich durch. Erst wenn die Wand fertig ist, bohren Sie die Durchgangslöcher durch Paneel und Latte an den markierten Stellen: mit einem Holzbohrer von 4 mm vorbohren, dann auf den Schraubendurchmesser aufbohren, langsam, damit das Furnier nicht ausreißt. Das Loch im Paneel darf etwas größer sein als die Schraube; die Schraube soll die Halterung gegen die Wand ziehen, nicht im Paneel greifen. Übertragen Sie die Markierungen dafür vor dem Verkleiden auf ein Stück Malerkrepp am Boden oder notieren Sie die Maße von Boden und Seitenwand: Sobald die Paneele hängen, ist die Wand unsichtbar.
Alternative für schwere Geräte und Schwenkarme. Sparen Sie das Paneel hinter der Halterungsplatte aus und schrauben Sie die Platte direkt auf die Wand oder ein Kantholz, das den Hohlraum füllt. Die Aussparung verschwindet hinter dem Fernseher, und das Paneel wird gar nicht belastet. Bei einer flachen Halterung sitzt der Fernseher dann 45 mm tiefer, bei einem Arm gleicht der Arm das aus.
„Wir raten dazu, die Löcher für die Halterung erst zu bohren, wenn die Paneele hängen, die Position aber schon vor der Montage auf der Wand zu markieren. Dann sitzt nie ein Loch an der falschen Stelle.“ Thomas van Zelst, Gründer von Adeqo
Kabel unsichtbar führen
Der Hohlraum hinter den Paneelen ist der Kabelweg. Sie brauchen zwei Öffnungen: eine hinter dem Fernseher, innerhalb seiner Umrisse und neben der Halterungsplatte, und eine unten, hinter dem Lowboard, wo die Kabel zu Steckdose, Receiver und Konsole wollen. Beide liegen im Verdeckten; ob das Loch eine Lamelle trifft, spielt keine Rolle. Bohren Sie so groß, dass der dickste Stecker durchpasst; ein HDMI-Stecker ist rund 20 mm breit, ein Loch von 30 bis 35 mm mit dem Forstnerbohrer oder der Lochsäge reicht. Bohren Sie von der Furnierseite mit niedriger Drehzahl und kleben Sie die Stelle vorher mit Malerkrepp ab. In das Loch kommt eine Kabeldurchführung aus Gummi oder Kunststoff, wie sie der Möbelbau kennt; sie liegt sauber am Kabel an und schützt die Kante.
Ziehen Sie die Kabel mit einem Einziehband oder einem steifen Draht von oben nach unten durch den Hohlraum, durch die Lücke, die Sie in der mittleren Latte gelassen haben. Mit Leerrohr wird es noch einfacher: Kabel ins Rohr, fertig, und der nächste Umzug des Receivers braucht keine Demontage. Das Netzkabel des Fernsehers darf mit durch den Hohlraum, wenn die Steckdose unten sitzt; Steckdosenleisten und Netzteile bleiben draußen.
Haben Sie die Paneele geklebt und keinen Hohlraum, bleiben zwei Wege. Sauber ist ein Leerrohr unter Putz von der Fernseherposition zur Steckdose, das eine Elektrofachkraft in einen Wandschlitz legt; das ist Schmutz und Spachtelarbeit vor dem Kleben. Schnell ist ein flacher Kabelkanal in Wandfarbe unten entlang der Paneele oder hinter dem Lowboard. Nicht unsichtbar, aber unauffällig, wenn die Farbe stimmt.
| Untergrund | Halterung befestigen | Schraubenlänge | Kabelweg |
|---|---|---|---|
| Mauerwerk oder Beton | Lattung, Paneele verschraubt; Halterung durch Paneel und Latte in Dübeln | 45 mm Aufbau plus Dübellänge, meist 90 bis 100 mm | Hohlraum hinter den Paneelen, Leerrohr |
| Hochlochziegel oder Porenbeton | Wie oben, mit dafür zugelassenen Rahmendübeln oder Injektionsankern | 45 mm plus Verankerungstiefe laut Dübelhersteller | Hohlraum hinter den Paneelen, Leerrohr |
| Gipskartonwand mit Metallständern | Halterung in die Ständer oder auf eine Traverse; Hohlraumdübel nur für leichte Lasten mit flacher Halterung | 45 mm plus Schraube laut Halterungs- oder Traversenhersteller | Hohlraum hinter den Paneelen, Leerrohr |
| Paneele direkt auf die Wand geklebt (kein Hohlraum) | Halterung durch das Paneel in Dübeln, Position vor dem Kleben markiert | 21 mm plus Dübellänge, meist 70 bis 80 mm | Kabelkanal unten entlang oder Leerrohr unter Putz |

LED-Licht hinter dem Fernseher
Eine indirekte Leuchte hinter dem Fernseher, oft Bias-Licht genannt, senkt den Kontrast zwischen hellem Bild und dunkler Wand. Die Augen ermüden bei langen Abenden weniger, und die Lamellen bekommen ein Streiflicht, das die Struktur der Wand zeigt. Wer es auf Farbtreue anlegt, wählt neutralweißes Licht um 6500 K, das Referenzweiß der Studios; wer es wohnlich mag, nimmt Warmweiß. Dimmbar sollte der Streifen in beiden Fällen sein.
Der übliche Platz ist die Rückseite des Fernsehers oder die Halterung: Der Streifen darf vom Sofa aus nicht direkt zu sehen sein, nur sein Schein. Auf Filz hält ein Klebestreifen schlecht; setzen Sie den Streifen in ein Aluprofil oder auf eine Holzleiste, die Sie hinter dem Gerät an der Latte befestigen. Die Zuleitung läuft mit den anderen Kabeln durch den Hohlraum nach unten, das Netzteil sitzt hinter dem Lowboard. Die zweite Variante ist der Halo: ein Streifen an der äußersten Latte, der nach außen gegen die Wand leuchtet, so dass die ganze Paneelfläche zu schweben scheint. Der Hohlraum der Lattung ist dafür wie gemacht. Am stärksten wirkt das mit Schwarzer Eiche: Die dunklen Lamellen werfen kaum Licht zurück, und der Lichtsaum bleibt scharf.
Anleitung: TV-Wand mit Akustikpaneelen in zehn Schritten
- Planen. Höhe des Fernsehers, Fläche der Wand, Zahl der Paneele (Wandbreite geteilt durch 60 cm, ein Paneel Reserve), Länge 260 oder 300 cm. Fernseher und Halterung liegen bereit; Lochbild, Gewicht und Hebel sind bekannt.
- Wand prüfen. Untergrund feststellen (Klopfprobe, Probebohrung), Leitungen mit dem Leitungssucher orten, Steckdose und Antennendose hinter dem Fernseher mit der Elektrofachkraft klären.
- Anreißen. Fläche, Lattenreihen, Halterungsposition und Kabellöcher mit Kreuzlinienlaser oder Wasserwaage auf der Wand markieren. Halterung anhalten, Bohrlöcher anzeichnen, Dübellöcher bohren, Dübel setzen. Maße der Halterungslöcher von Boden und Seitenwand notieren.
- Lattung anbringen. Dachlatten 24 × 48 mm waagerecht im Abstand von 50 bis 60 cm dübeln, mit Unterlegplättchen in eine Flucht bringen. Hinter den Halterungslöchern Holz vorsehen und die Latte dort gleich durchbohren, im Kabelbereich eine Lücke oder Kerbe lassen.
- Elektrik und Leerrohr. Dosen setzen lassen, Leerrohr vom Fernseher bis hinter das Lowboard in den Hohlraum legen, Einziehdraht einlegen.
- Paneele zuschneiden. Länge auf Raumhöhe minus 5 mm Luft, Aussparungen für Dosen anzeichnen und aussägen, Kabellöcher im Paneel an der Fernseherposition mit dem Forstnerbohrer bohren. Sägen mit Malerkrepp auf der Schnittlinie und dem Furnier nach unten.
- Paneele anbringen. Von einer Seite beginnen, jedes Paneel mit der Wasserwaage lotrecht ausrichten und mit Schrauben durch den Filz in die Latten befestigen: flacher Kopf in Filzfarbe, drei bis vier Schraubenpaare je Paneel. Das letzte Paneel der Länge nach auf Maß sägen.
- Halterung montieren. Durchgangslöcher an den markierten Stellen durch Paneel und Latte bohren, 4 mm vorbohren, dann aufbohren. Halterung mit den langen Schrauben in die gesetzten Dübel schrauben, bis die Platte satt anliegt; nicht weiter, sonst drückt sich die Lamelle ein.
- Kabel einziehen. Kabel mit dem Einziehband durch den Hohlraum führen, Durchführungen einsetzen, LED-Streifen und Netzteil anschließen, Netzteil hinter dem Lowboard.
- Fernseher einhängen. Zu zweit, Sicherungsschrauben der Halterung anziehen, Kabel anschließen, Ausrichtung prüfen. Zum Schluss Abschlusslamellen an freie Kanten kleben.
Werkzeug und Material
Werkzeug: Kreuzlinienlaser oder lange Wasserwaage, Zollstock, Bleistift, Leitungssucher, Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer für Beton, Akkuschrauber, Holzbohrer 4 mm und Bohrer in Dübelgröße, Forstnerbohrer oder Lochsäge 30 bis 35 mm, Handkreissäge oder Stichsäge, Malerkrepp, Einziehband, Cuttermesser für den Filz, eine zweite Person.
Material: Akustikpaneele (Wandbreite geteilt durch 60 cm plus eins), Dachlatten 24 × 48 mm, Dübel und Schrauben für die Latten passend zum Untergrund, Paneelschrauben mit flachem Kopf in Filzfarbe, TV-Halterung mit Dübeln und 100 mm langen Schrauben, Kabeldurchführungen, Leerrohr 20 oder 25 mm, LED-Streifen mit Netzteil, Abschlusslamellen für freie Kanten.
Häufige Fehler
- Halterung ins Paneel geschraubt. MDF und Filz halten keine Schraube unter Zug. Immer durch bis in die Wand.
- Halterung erst nach den Paneelen angezeichnet. Dann ist die Wand unsichtbar, und die Dübel landen im Hohlraum oder in einer Latte. Markieren vorher, bohren nachher.
- Kein Holz hinter der Halterungsschraube. Die Schraube zieht das Paneel in den Hohlraum, die Lamelle bricht. Latte oder Lattenstück auf Höhe der Halterungslöcher.
- Schwenkarm mit zwei Hohlraumdübeln an Gipskarton. Der Hebel ist zu groß und die Last wechselt täglich. In die Ständer oder auf eine Traverse.
- Steckdosenleiste oder Netzteil im Hohlraum. Wärme und kein Zugang. Beides hinter das Lowboard.
- Kein Leerrohr. Das nächste Kabel kostet ein Paneel. Ein Meter Rohr spart einen Nachmittag.
Was die TV-Wand akustisch bringt
Die Wand hinter dem Fernseher ist die Wand hinter den Lautsprechern, ob im Gerät oder in der Soundbar. Sie wirft den Schall als Erstes in den Raum zurück; dort zu absorbieren ist gut angelegt. Adeqo-Paneele erreichen Schallabsorptionsklasse A mit NRC 0,90 und im Mittel 80 % Absorption, gemessen nach EN ISO 354 in einem Aufbau mit Luftspalt und Mineralwolle hinter dem Paneel; der Hohlraum der Lattung ist also kein Nachteil, sondern Teil des Prinzips. Eine TV-Wand von drei bis vier Quadratmetern macht in einem normalen Wohnzimmer Dialoge klarer und den Nachhall kürzer; sie ist ein spürbarer Anfang, nicht das Ende. Wer mehr will, nimmt die Wand hinter dem Sofa dazu, dort treffen die ersten Reflexionen ein. Was die Paneele nicht leisten: Absorption ist keine Dämmung. Der Film wird im Raum sauberer, nicht leiser für den Nachbarn.
In der Mietwohnung
Die Lattung braucht wenige Dübellöcher und lässt sich beim Auszug samt Paneelen abnehmen; die Löcher werden verspachtelt. Die TV-Halterung braucht ihre Dübel ohnehin, mit oder ohne Paneele. Wer gar nicht bohren will, stellt den Fernseher auf seinen Standfuß auf das Lowboard vor die Paneelwand; die Kabel laufen dann hinter dem Möbel, und die Wand bleibt unversehrt. Kleben auf Tapete oder Putz ist in der Mietwohnung keine gute Idee: Beim Entfernen kommt die Oberfläche mit. Mehr dazu im Beitrag Akustikpaneele anbringen; und wer neben der TV-Wand auch die Tür zum Abstellraum verschwinden lassen will, findet die Anleitung unter Versteckte Tür mit Akustikpaneelen.
Fazit
Eine TV-Wand mit Akustikpaneelen ist ein Wochenendprojekt mit drei Regeln: Die Halterung sitzt in der Wand und nicht im Paneel, ihre Position wird vor den Paneelen markiert und erst danach gebohrt, und hinter jeder Schraube ist Holz. Die Lattung liefert den Hohlraum für die Kabel gleich mit, eine Steckdose hinter dem Gerät und ein Leerrohr machen die Wand zukunftssicher, und ein indirekter LED-Streifen holt abends die Lamellen aus dem Dunkel. Alles Weitere, Farbe, Format und passende Paneele, finden Sie in der Kollektion Akustikpaneele TV-Wand und in der Übersicht der Akustikpaneele; Wohnzimmerideen darüber hinaus unter Akustikpaneele Wohnzimmer.
Quellen
- RAL Gütegemeinschaft Trockenbau e. V., Merkblatt 06 „Befestigung von Konsollasten an Trockenbau-Metallständerwänden mit Beplankung aus gipsgebundenen Bauplatten“, Februar 2024: Abschnitt 2 (leichte Konsollasten bis 0,4 kN/m und mittlere bis 0,7 kN/m bei 0,3 m Lastabstand, Beplankung mindestens 18 mm, schwere Lasten über Traversen, Montageplatten oder Tragständer), Tabelle 1 (zulässiges Gesamtgewicht je Objekttiefe und -breite), Hinweis zu Dübeln mit Rückverankerung bei wechselnder Belastung; auf Grundlage von DIN 18183-1:2018-05
- VESA Flat Display Mounting Interface (FDMI): Lochbilder der Klassen MIS-D, MIS-E und MIS-F, Schraubengrößen M4, M6 und M8
- Produktdatenblatt Adeqo Akustikpaneele: Lamelle 27 × 12 mm, Fuge 13 mm, Gesamtaufbau 21 mm, Filz 9 mm, Gewicht rund 13,5 kg (260 cm) und 15 kg (300 cm); Prüfbericht Schallabsorption nach EN ISO 354:2003 (Aufbau mit Luftspalt und Mineralwolle); Klassifizierung des Filzes nach EN 13501-1
- Adeqo, Beitrag „Akustikpaneele anbringen“: Kleben oder Schrauben, Zuschnitt, Unterkonstruktion
Glossar
- Lattung / Unterkonstruktion: waagerechte Dachlatten (hier 24 × 48 mm) an der Wand, auf die die Paneele geschraubt werden; erzeugt den Hohlraum.
- Hohlraum: der Luftraum zwischen Wand und Paneelrückseite, so tief wie die Latte; hier der Kabelweg.
- Konsollast: Last eines an der Wand hängenden Objekts ohne Bodenkontakt, angegeben in kN je Meter Wandlänge; 0,1 kN entsprechen rund 10 kg.
- Lastabstand (Exzentrizität): waagerechter Abstand des Schwerpunkts der Last von der Wandoberfläche; je größer, desto stärker der Hebel auf die oberen Dübel.
- Traverse: Platte oder Profil aus Holzwerkstoff oder Blech zwischen den Ständern einer Trockenbauwand, in die schwere Lasten geschraubt werden.
- VESA-Lochbild: genormter Abstand der Gewindelöcher auf der Rückseite des Fernsehers, etwa 200 × 200 oder 400 × 400 mm, mit Schrauben M4, M6 oder M8.
- Bias-Licht: indirekte Beleuchtung hinter dem Bildschirm, die den Kontrast zur Umgebung senkt; Referenzwert in Studios 6500 K.
Kann ich einen Fernseher an Akustikpaneelen aufhängen?
Nicht am Paneel selbst, das trägt kein Gerät. Die Halterung wird durch das Paneel hindurch in der Wand verankert, und hinter jeder Schraube sitzt eine Latte. Die Schraube muss den Aufbau vor der Wand durchqueren, 21 mm Paneel plus 24 mm Latte, und dann die volle Verankerungstiefe des Dübels erreichen: in Mauerwerk meist 90 bis 100 mm. Markieren Sie die Halterungslöcher auf der Wand, bevor die Paneele hängen, und bohren Sie erst danach durch. Bei Gipskartonwänden gehört die Halterung in die Ständer oder auf eine Traverse.
Wie führe ich Kabel hinter einer TV-Wand aus Akustikpaneelen unsichtbar?
Montieren Sie die Paneele auf eine waagerechte Lattung aus Dachlatten (24 × 48 mm). So entsteht ein Hohlraum von 24 mm hinter den Paneelen. Bohren Sie zwei Löcher von 30 bis 35 mm: eines hinter dem Fernseher neben der Halterung, eines unten hinter dem Lowboard. Lassen Sie in der mittleren Latte eine Lücke für den Kabelweg, ziehen Sie die Kabel mit einem Einziehband von oben nach unten, am besten in einem Leerrohr, und setzen Sie Kabeldurchführungen in die Löcher. Steckdosenleisten und Netzteile bleiben außerhalb des Hohlraums.
Welche Farbe eignet sich am besten hinter dem Fernseher?
Dunkle Töne wirken als Hintergrund am stärksten: Sie schlucken Umgebungslicht und lassen das Bild hervortreten. Klassischer Nussbaum und Dunkler Nussbaum sind die beliebtesten Varianten. Schwarze Eiche ist die Wahl in Kombination mit einem LED-Streifen, weil die dunklen Lamellen kaum Licht zurückwerfen und der Lichtsaum scharf bleibt.







